Ep. 50 – Gespräch mit Steven Mehlhorn
Shownotes
Was macht Lehre, wenn sie nicht von Professoren kommt, sondern von jemandem, der selbst auf Umwegen dorthin gefunden hat und was hat Smartphone-Filmmaking mit Sport, Vaterschaft und dem Handwerk des Lebens zu tun? In dieser Episode spricht Simon Frisch mit Steven Mehlhorn, Mitarbeiter des Medientechnischen Service an der Bauhaus-Universität Weimar und gelegentlicher Dozent für Smartphone-Filmmaking, über das Filmen als niedrigschwelligen Einstieg ins Denken, über Handwerk als Grundlage von Kreativität und über die Frage, was man braucht, wenn eine Kamera läuft.
Mehlhorn erzählt von seiner Biografie zwischen Sportschule, Wendezeit, Skilehrer in Österreich und dem Weg über den MDR zum Mobile Reporting und davon, wie aus Lernfilmen und Corona-Kursen ein eigenes Lehrformat entstand, das über 500 Studierende in die Grundlagen des Videoschnitts eingeführt hat. Im Gespräch geht es um Sound als das am meisten unterschätzte Element eines Films, ums Schreiben vor dem Drehen, um Strenge als pädagogisches Prinzip und um die Magie des Moments, wenn jemand, der vorher gar nichts konnte, plötzlich einen Film präsentiert, der sitzt. Und es geht um mehr als Technik: um Hochzeitsfotografie als Medienkritik, um einen Film einer Studentin, die ihre Kostüme selbst nähte, um eine Fußballmetapher für die Frage, in welcher Liga die Bauhaus-Universität eigentlich spielt und um den Satz eines Ausbilders, der Mehlhorn nie losgelassen hat: „Vergessen Sie nicht, Sie haben es immer mit Menschen zu tun."
Unser Host: Dr. Simon Frisch ist Vizepräsident für Lehre und Lernen an der Bauhaus-Universität Weimar und er leitet die Dozentur für Film- und Medienwissenschaft. Er interessiert sich besonders für die spezifische Praxis der Theorie und für die ostasiatischen Wegkünste sowie die Spaziergangswissenschaft als Perspektive und Methode in Lehre und Forschung.
Mitwirkende: Host: Simon Frisch Sound-Design und Schnitt: Jonas Rieger, Moritz Wehrmann Musik: Sebastian Lederle Artwork: Andreas Wolter Ton und Technik: Steven Mehlhorn, Moritz Wehrmann Marketing und Social Media: Claudia Weinreich, Marit Haferkamp Juristische Beratung: Laura Kister Transkript: Natalie Röhniß Produzentin: Nicole Baron Distribution: Ulfried Hermann, Jonas Rieger
Folgenwebsite: www.uni-weimar.de/lehre-podcast
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00:00:00:
00:00:05: Das heißt zwischen Magie und Handwerk.
00:00:12: Ein Podcast der Bauhaus-Universität Weimar.
00:00:16: Mein Name ist Simon Frisch, ich spreche hier mit Lehrenden aus allen Bereichen unserer Universität über Lehre und Lernen, ihre Erfahrungen und Perspektiven.
00:00:35: Vizepräsident für Lehre und Lernen, mein Name ist Simon Frisch.
00:00:38: Als Dozent für Film- und Medienwissenschaft spreche ich hier, also einerseits seit zweieinhalb Jahren verantwortlich in der Universitätsleitung für die Gestaltung von Lehre im sehr weiten Sinn.
00:00:51: Und deswegen interessiert mich was Lehre ist aber ich habe auch die Lehrerfahrung in der Dozentur seit neunundneunzig.
00:00:56: In diesen beiden Rollen trete ich hier auf viele andere Rollen, die ich außerdem noch immer mal habe am Wochenende hier und da vor nach meinem Beruf zusammenhängen.
00:01:06: Die bringe ich eher hier nicht mit ein, heute habe ich Steven zu Gast.
00:01:10: als wer wirst du denn mit mir sprechen?
00:01:16: Zum einen als Mitarbeiter des Medientechnischen Service, als gelegentlicher Dozent für Smartphone Filmmaking.
00:01:24: also das ist so eine Kurs den ich anbiete indem mich Studentinnen die Grundlagen des Videoaustellens anhand von Mobilfond Technik vermitteln Und als Vater von drei Kindern.
00:01:41: Als Vater von dreien Kindern auch, schön!
00:01:47: Steven Mehlhorn.
00:01:49: Ich habe nur deinen Vornamen vergessen zu sagen.
00:01:53: Ja, ich gehe gleich mal auf das Smartphone-Filmmaking.
00:01:57: Wann hast du es zum ersten Mal angeboten und wie kam das zustande?
00:01:59: Dass du Smartphone Filmmaking Kurse anbietest...
00:02:04: Das erste Mal angeboten habe ich das Ganze in der Zeit, wo ich noch Mitarbeiter des Elaps gewesen bin.
00:02:11: Also ich war eigentlich so ein Ur-Mitglied des Elabs unter der Beleitung von Steffi Zander und da ging es vordergründig um E-Learning.
00:02:23: Das heißt... ...das war eine Welle, in der man versucht hat, E- Learning so massiv an Universitäten und Hochschulen zu etablieren.
00:02:35: Und sie hatte mich eingekauft oder angestellt.
00:02:38: eben aufgrund dadurch, dass ich Filmemacher bin oder also hier an der Bause Uni Mediengestaltung studiert habe hat sie mich eingekocht für eben solche Geschichten Lernfilme zu erstellen.
00:02:49: Lern filme?
00:02:49: Lern
00:02:50: Filme!
00:02:52: Und da war es dann halt irgendwie relativ nahe denn irgendwie Technik zu verwenden die jeder zur Verfügung hat also relativ simpel also niederschwellig ein Einstieg zu bieten.
00:03:01: Wann war das etwa?
00:03:03: Boah, ich kann's ja nicht mehr sagen.
00:03:04: Also... Das ist schon ewig her!
00:03:06: Das war, ich glaub, ... ... im Jahr zwei Tausendsehnten.
00:03:10: Und in der
00:03:11: Idee nur das war so
00:03:11: etwas.
00:03:11: Genau und in der Zeit.
00:03:12: Ja.
00:03:12: Zwei
00:03:13: Tausendsechten und siebzehn.
00:03:14: Da hieß es E-Learning schon.
00:03:18: Und da sagst du, da gab's auch schon filmfähige Handys also so Multimedia ...
00:03:23: ... Smartphones.
00:03:24: Ja, das gabs schon lange.
00:03:27: Ursprünglich bin ich draufgekommen dass ... ... war.
00:03:30: in der Zeit des Studiums, habe ich als ... ... Studi ... ... in Erfurt beim MDR mitgearbeitet.
00:03:37: Und hatte dann Kollegen ... ... und Arbeitskollegen, die hatten Auslandssemester ... ... im Kur an der ... ... Fachhochschule Graubünden in Kur belegt... ... und er meinte dort machen sie nur noch ... ... Mobile Reporting oder Videojournalismus,... ... machen die alles nur noch mit dem Telefon?
00:03:55: Tatsächlich!
00:03:56: Und das fand ich halt ziemlich cool.
00:03:58: Weil Videoshournalismus war mein Ding.
00:04:00: Also ich hab meinen Bachelorabschluss zum Thema Videoshjournalismus gemacht und weil ich halt auch zum MDR nach Erfurt wollte, weil du unbedingt ein Erfort zum Sport... ...wollte beim MDR ein Erfort-Sportreporter werden oder das war so mein Ziel als Videosjournalist eigene Beiträge zu produzieren.
00:04:17: Und da fand ich das ziemlich cool wenn die das soweit reduzieren mit dem Telefon.
00:04:21: also weil das haste halt immer dabei und irgendwie die sperrische Technik reduziert sich auf noch weniger ... und da habe ich mich dann spitzgemacht auf dieses Thema ... ... Smartphone, also Mobile Reporting.
00:04:33: Und bin dann mehr oder weniger so ein Experte geworden... Also jetzt hier im Umfeld von Weimar Airform der dieses Thema bearbeitet hat und ... ... gibt es auch eine klingende Sache, da bin ich schon ziemlich stolz drauf.
00:04:46: Ich hab dann über Micky Rehmann einen Film produzieren dürfen mit einer chinesischen Studentin die Mandarin gesprochen hat.
00:04:55: Wir haben einen Film eben mit einem iPhone vier S damals gedreht über Guido Kunze in Mühlhausen.
00:05:03: Der hatte die Idee mit dem Mountainbike auf der chinesischen Mauer lang zu fahren, das hat er auch gemacht und diesen Film hat man in China angetießt.
00:05:13: also sozusagen diese Aktion von diesem Guido-Kunze und mein Film war die Grundlage Und dieser Film mit dem Telefon läuft jetzt noch auf chinesischen Tourismus-Plattformen, mit weit über fünfhunderttausend Klicks.
00:05:26: Also das ist völlig crazy!
00:05:29: Mit den Filmen wurde ich auch zum Filmfestival nach Sakrep eingeladen.
00:05:33: Zu diesem Dogfilmfestival war ich als Experte für Smartfilmproduktion galt also jetzt anhand von diesen Filmen.
00:05:41: Das war schon alles schräg und das heißt... Ich hatte das schon irgendwie, musste sich das schon ... was gemacht haben technisch so gut umgesetzt haben, dass man das gut fand und hat gesagt ja komm mal runter wir bezahlen dir alles.
00:05:51: Ja?
00:05:52: Und seither habe ich das dann auch als Kursangeboten an der Fachhochschule in Schneeberg ... ... an einer angewandten Kunst.
00:05:59: Hast du erst ins Schneeberg mein Angebot?
00:06:00: Überall!
00:06:01: Ja
00:06:02: auch Leipzig Media School.
00:06:04: also hab dann so frei beruflich nebenbei diese Kurse angeboten... ...und dann kam dann halt Corona leider.
00:06:10: Und Corona war ich dann halt hier der Hero weil es war halt.
00:06:15: Man hat ja in Corona-Zeiten immer irgendwie was gesucht.
00:06:17: Was können wir jetzt hier irgendwie?
00:06:19: Wie können wir Studis bespielen über eine Plattform wie Big Blue Button?
00:06:27: Wir haben eher weniger so ein gefundenes Fressen, der Mehlhorn kann doch die Studis lernen mit Filmen zu machen und so habe ich dann richtig gut zu tun gehabt in der Zeit und es waren glaube ich so fünfhundert Ja, weit über fünfhundert Studenten und Studentinnen, denen ich das Film gelernt habe anhand von... Also diese Videofilmgrundlagen anhand vom Smartphone-Technik.
00:06:52: Dann ging es also vom Reporting zum Learning, kann man das so sagen?
00:06:55: Genau!
00:06:56: Und dann ging's darum zu sagen macht mal mit euren Mobile Phones, mit denen seid ihr sowieso alle verbunden und vernetzt.
00:07:02: in der Uni können wir uns gerade nicht versammeln.
00:07:03: Ich fasse das jetzt mal ein bisschen zusammen.
00:07:06: Jetzt kommunizieren wir so und dabei entdecken wir gleich eine neue Artikulationsform.
00:07:10: Das finde ich ja interessant an diesem Smartphone, dass wir jetzt nicht mehr unbedingt nur Referate halten und Texte schreiben in Verbalformen sondern plötzlich mit dem Handy.
00:07:20: Dann geht es wieder zurück zum Reporting oder zum Theorizing?
00:07:23: Also Theorising könnte man
00:07:26: sagen.
00:07:26: Ich habe das schon ein Stück weit vorgegeben wo ich hin wollte.
00:07:30: also ich hab dann schon Ideen gehabt Wie man das Ganze abschließt, also was ich als Endprodukt von den Studis sehen möchte.
00:07:40: Damit ich so das Gefühl habe oder vergleichen kann haben die das jetzt verstanden?
00:07:45: ist es eigentlich so?
00:07:46: als Basic kann man das durchgehen lassen.
00:07:48: Okay
00:07:48: gehen wir doch mal genau rein.
00:07:49: wie sah so ein Kurs aus?
00:07:52: Grundsätzlich hab' ich den erst einmal alles so gezeigt.
00:07:56: Also ich hab' denn so Filmbeispiele gezeigt wo ich der Meinung bin Das ist gut gemacht.
00:08:01: Zum Beispiel?
00:08:04: Keine Ahnung Ich hab da so eine Library, inhaltlich so wo ich seh.
00:08:11: Also nicht mal jetzt so richtige Film-Filmbeispiele?
00:08:13: Das wollte ich gerade fragen.
00:08:14: Kinofilme eher
00:08:15: nicht.
00:08:15: Das ist ein Videoclips.
00:08:17: Genau.
00:08:17: So das Filmbespiele im Sinne des Cinemas, das ist zu weit weg von mir.
00:08:23: Das würde ich mir nie anmaßen.
00:08:26: Das macht ihr und es macht Lorenz Engel und so.
00:08:28: Das is normalen Anders Level.
00:08:30: Ja und das ist ja dann mit dem Mobile letztig als würde man beim Bleischiff den Öl gemeldet abmalen... was sicher ein valides Ergebnis gibt, aber natürlich kann man nicht sagen mach mal mit einem Bleistift das gleiche wie der Rubens damals oder
00:08:42: so.
00:08:42: Naja naja also ich finde das ja eigentlich ganz cool weil ich finde ja dass wenn man so Kreativität sucht und Menschen auswählen möchte nach ihrer Kreativity dann sehe ich immer in der Reduzierung der Werkzeuge einen riesen Vorteil.
00:08:57: Und so sich das um im Telefon.
00:08:59: Wer mit dem Telefon den gescheiten Film machen kann, der mich unterhält über hundertzwanzig Minuten ... Den kannst du auch jede andere Kamera in die Hand drücken?
00:09:06: Das ist glaub ich dann ... Ich find ... Das finde ich eher als Herausforderung.
00:09:12: und es kam ja dann diese Welle, wo jeder irgendwann angefangen hat irgendwie mit einem Telefon ... Werbeklips zu machen, es gab's von Bentley.
00:09:21: Es gab's vom Mercedes.
00:09:23: Hat ja noch übelst reingehauen.
00:09:25: Entscheide war dann immer dieser Sportwurde mit einem iPhone so und so.
00:09:28: Stimmt.
00:09:28: Damit man braucht den Kontext, damit das cool ist.
00:09:32: Weil die Fehler gesehen hat.
00:09:33: Das brennt dann weg oder was viele Sachen das Telefon da nicht kann.
00:09:38: Aber es gab auch ziemlich gute Filme und es gab eine Menge... ...gute Regisseure, die das auch begründen konnten warum man das Telephone nimmt jetzt.
00:09:47: also warum macht man das?
00:09:49: Also nicht nur, weil der Sponsor mir das gerade genehmigt.
00:09:53: Sondern es gibt Momente da komme ich halt näher ran und es baut sich nicht so lange auf... Das muss ich jetzt dazu sagen warum ich eigentlich unbedingt auch mal in diesem Podcast mitmachen wollte.
00:10:04: Weil ich wissen wollte wie verändern sich die Menschen selber?
00:10:06: Wie fühlt sich das an?
00:10:08: Ich bin so ein Fan von Klaus Wildenhaaren von diesen Direct Cinema.
00:10:11: Jetzt habe ich auch meinen Bachelor gemacht.
00:10:13: Also nicht wie er aber ... so an solchen Sachen orientiert, also so wenig wie möglich Einfluss zu nehmen auf die Dokumentation.
00:10:21: Und ich überleg mir jetzt gerade, wie fühlt sich das an?
00:10:24: Veränder' ich mich und das kennst du ja, ne?
00:10:26: Sobald eine Kamera läuft verändern sich die Menschen... ...und das wollte ich einfach nochmal wissen, wie ist es?
00:10:30: verändert man sich schon wenn ein Mikrofon läuft?
00:10:33: Ja!
00:10:34: So abstrakt.
00:10:34: irgendwo läuft dir ein Aufnahmegerät.
00:10:36: Ja genau.
00:10:37: Geht die Stimme hoch während die Lippen schmalen.
00:10:39: Denkst
00:10:39: du schon mit dass andere das jetzt hören?
00:10:41: Das ist
00:10:42: genau was.
00:10:44: Genau, und das ist ja ... Was erzähle ich?
00:10:46: Ist es so eine Art Selbstinszenierung?
00:10:48: oder worum geht's jetzt?
00:10:50: Sind die ... lernt da jetzt jemand was davon?
00:10:54: Oder sind sie diese kleinen Nebengeschichten also...
00:10:58: Ja!
00:10:59: Und das wollte ich mir
00:11:02: mal rauskriegen.
00:11:03: wie das ist so.
00:11:04: Super
00:11:04: sehr schön.
00:11:05: Jetzt können
00:11:05: wir auch immer wieder noch mal ... Ich würde doch den Faden versuchen zu behalten.
00:11:10: Wir waren gerade bei der.
00:11:12: Du hast so ein Set an Beispielen, die hast du in Leuten gezeigt.
00:11:15: Ja guck mal hier und so.
00:11:16: wie ging das dann weiter?
00:11:17: diese Format zu Smartphone Filmmaking?
00:11:20: Na wie gesagt ich zeige dir ein Beispiel Videos wo ich sage, dass es gut geschnitten oder zumindest aus meiner Sicht gut gesnitten handwerklich gut gemacht.
00:11:28: also mir geht's viel so handwerkliche Sachen.
00:11:33: Das sind meistens so zwei Tage, wo ich das den Studis dann so mehr oder weniger reinbrügel.
00:11:38: Weil es schon ziemlich komprimiert ist, weil Film-Lernen mal vorbeigehen ist eigentlich nicht.
00:11:43: Wie mit allem.
00:11:44: Also du brauchst mindestens zehntausend Stunden... ...oder wie Présent gesagt hat die ersten Zehntausend Fotos sind die schlechtesten?
00:11:51: Diese Zehnteausenregel kommt da immer ganz oft und sich das auch beim Filmen machen gerade im Schnitt auch.
00:12:00: Das wissen oder das unterschätzen viele, aber was ein gutes Video und einen guten Film jetzt von zwei drei Minuten Clips aus ist eigentlich immer der Sound.
00:12:11: Es wird immer unterschätzt.
00:12:13: Eigentlich das allerwichtigste ist der Ton.
00:12:16: Dann kommt der Schnitt und dann die Bilder.
00:12:20: Also ich spreche von Bildern in so Videoeinstellungen.
00:12:24: Viele wollen eigentlich nur filmen, filmen und so.
00:12:26: Und dann kriegst du es nicht zusammen.
00:12:28: Ja genau.
00:12:29: So das lerne ich denen in den ersten beiden Tagen.
00:12:31: Dass sie halt aufs Schnitt drehen, dass sich einen Kopf machen, dass sie vor allen Dingen mit Schreiben anfangen.
00:12:35: Das ist alle Wichtigste.
00:12:36: wo die dann geschockt sind und sagen oh nee ich habe jetzt hier keinen Bock.
00:12:38: Ich wollte was Praktisches machen und jetzt nicht schreiben.
00:12:40: Okay!
00:12:40: Mit Schreiben... Es
00:12:41: geht mit schreiben los.
00:12:42: Zwei
00:12:42: Konzepte auf Schnittdrehen heißt vielleicht wissen nicht alle?
00:12:46: Wenn dein Konzept steht weil wenn ihr wirklich gut vorgeschrieben hast.
00:12:49: ... dann handelst du das nur noch ab, was du brauchst an Bildern und dann drehst du auf dein Schnitt.
00:12:55: Du weißt wann welche Szene kommen oder weißt du wie das letzte Bild aussehen muss?
00:12:59: Im Optimalfall
00:13:00: wenn du jetzt mit Offtext arbeitest, wenn du sagst, du machst einen Clip wo jemand spricht... ...und da nimmst du als erstes die Musik den Sound, den du hast,... ...dann sprichst du deinen Text ein, legst den da drauf auf den Sound,... ...baust so kleine Pausen dass man jemand Luft holen kann und sagen, ah warte mal, sonst wird's zu viel!
00:13:17: Und dann am Ende bebildest du das und legst die Bilder obendrauf.
00:13:20: Das ist eigentlich ein grundlegender Handwerk.
00:13:23: Dann kriegen sie über die ersten zwei Tage mehr oder weniger so vermittelt, dann kriegen es eine Hausaufgabe wo ich sage mach mal in Einstellungsgrößen einen Spaziergang durch den Park oder lasse euch irgendwie was kurzes Einfallen, ne Minute einfach nur dass ihr seht ihr habt das Wechselspiel zwischen Einstellungen Gröschen mit dem was erzählen wir verstanden?
00:13:42: Da müssen Sie noch nicht schreiben!
00:13:44: Da schneiden die Schauen!
00:13:44: Nee schreiben!
00:13:46: Nee, das ist einfach nur so Basics.
00:13:48: Dann kommt die zu mir wieder zurück in den Kurs und dann guck ich mir das mit denen an... Ich sag mal, ich bin ziemlich ehrgeizig und oft vielleicht auch ein bisschen zu ehr geizig Und da resultiert halt raus dass ich auch schon Studenten beschwert habe, dass ich zu streng bin.
00:14:07: Aber meine Taktik und das sind wir ja jetzt bei der Lehre.
00:14:11: Also meine Idee ist an dieser Stelle eben streng zu sein, dass sie sich nicht zurücklehnen.
00:14:16: Wenn ich den jetzt auf die Schulter klopfe und sage hier, du hast es richtig gut gemacht.
00:14:19: Ja.
00:14:20: So dann wären die faule.
00:14:22: Ah so gehst
00:14:23: du an?
00:14:24: Das sind so Erfahrungen, die ich so gemacht habe.
00:14:26: wenn du die zu früh lobst
00:14:28: also
00:14:28: die Studenten, Studentinnen.
00:14:31: Dann haben die das also vermitteln die dir auf so das Gefühl als hätten sie dich in ihre Tasche
00:14:36: schon geschafft.
00:14:37: Gut gemacht!
00:14:38: Das finde ich gut.
00:14:39: Ich hab dann immer Angst dass sie weglaufen.
00:14:41: Also, wenn ich sage, oh nee komm stringt euch mal an und dann auch Gott so ein hohen Berg.
00:14:45: Nee, ich bin weg!
00:14:48: Ja das ist eine Katwanderung.
00:14:51: Laufen die weg?
00:14:52: Sind dir schonmal welche weggelaufen?
00:14:54: Ich denke schon.
00:14:55: Also ich weiß nicht... Ich hab das nie so notiert.
00:14:59: Aber vielleicht ist Smartphone-Filmmaking auch einfach geil genug, um zu sagen ich will da aber dabei bleiben?
00:15:03: Das ist ja schon was anderes als wenn ich sage, lesen wir mal den Text genau!
00:15:07: Der ist zwar von eighteenhundertsiebzig, aber es lohnt sich trotzdem.
00:15:10: Also sind halt easy.
00:15:11: sechs Punkte ne?
00:15:13: Okay, das auch
00:15:14: okay.
00:15:14: Ne, manche genießen das wirklich, dass immer was praktisches... also wahnsinnig viele kamen aus der Medienkultur.
00:15:19: Man sagt echt geil, da können wir nicht mal was Praktisches machen und das macht Spaß.
00:15:23: Und die waren auch immer... Das hat mich auch am meisten beeindruckt.
00:15:26: Jetzt kommt es zu deinem Thema, zu dieser Magie, zu diesem Magic.
00:15:33: Im Optimalfall können sie nichts!
00:15:36: Richtig null.
00:15:36: Ah schöner Punkt hier.
00:15:39: Dann bin ich schon beim ersten Mal geflasht, wenn ich der Hausaufgabe sehe und denke, oh ist schön schräg, so ein bisschen freaky ... dann denke ich, wow das macht Spaß.
00:15:50: Ah ja!
00:15:50: Also
00:15:51: und dann mit noch ein bisschen Nachdruck ... ... sag' ich mal mit so Mehlhonschen-Nachdruck... ...
00:15:58: denn
00:15:59: dann freu' ich mich auf das Endergebnis?
00:16:01: Ja, ahja.
00:16:03: Und dann stehen die selber meistens da und ich fragt dann immer noch ... ... guck mal wie lange ist das jetzt her?
00:16:07: Ich hab das jetzt in einem Vierteljahr und dann sind die selbst von sich auch begeistert weil sie merken es lohnt sich schon mal irgendwie ... Stress auszuhalten.
00:16:19: Auch Film ist ja auch immer ein bisschen stressen, ne?
00:16:20: Ich nehme eine Aufgabe an die will ich auch erfüllen.
00:16:24: Die haben andere einen eigenen Anspruch und wollen auch gut sein weil nicht versagen, adressieren das was ich gemacht habe.
00:16:29: Ja.
00:16:29: So... Ich bin zum Beispiel deswegen nie filmemar geworden also ich hab mich nie ans Spielfilme getraut weil ich immer viel zu selbstkritisch, viel zu kopflastig
00:16:36: war.
00:16:38: Und hab das mal bewundert bei Studentinnen und Kollegen, die so aus meiner Sicht richtigen Rots gedreht
00:16:44: haben.
00:16:45: Aber weitergemacht haben, immer weitergemachten.
00:16:47: Die eben nicht drüber nachgedacht haben... Das ist eigentlich
00:16:52: so weiße?
00:16:52: Also die Zehntausend Bilder einfach runter gedreht haben um zu sagen
00:16:56: ich
00:16:57: fange erst nach Zehnteusend an mal zu gucken was da los ist.
00:17:00: Genau.
00:17:00: Da könnte man ja also könnte man rangehen das ganz gut auf dem Weg dahin.
00:17:06: Also dann zeigen die zum Beispiel diesen Spaziergang, das ist dann das zweite Treffen.
00:17:11: Da machst du wieder zwei Tage.
00:17:12: oder wie machst du es?
00:17:12: Ja und meistens so zwei Tage Auswertungen weil es sind immer Gruppen.
00:17:16: Haben
00:17:16: die den schon geschnitten?
00:17:19: Die Hausaufgabe haben sie schon mal geschnitten?
00:17:20: ...
00:17:21: mit was schneiden die?
00:17:23: Mit dem einfachsten, was sie zur Verfügung haben.
00:17:25: Also ich empfehle dann meistens so aufm iPad ein Movie
00:17:28: oder... Das ist das, was im Handy im Grunde
00:17:29: ist!
00:17:30: Wenn Sie richtig cool sind, machen Sie es im Handy.
00:17:31: ja.
00:17:32: aber das ist natürlich auch eine Geficke weil das schon irgendwie ziemlich eng und klein ist.
00:17:36: also wir können das auch schon.
00:17:37: Aber
00:17:38: die gehen dann schon noch an den Rechnern und schneiden das dann auf einem iPad oder irgendwie auf nem PC mit.
00:17:44: Die schaffen sich dann meistmals irgendwie so interessante Lizenzen an Und schneiden es irgendwie, kriegen die das schon gebacken.
00:17:53: Okay und dann spielen sie's wieder aufs Handy rüber?
00:17:56: Dann gucken wir das zusammen an!
00:17:58: Auf dem Rechner oder...
00:17:59: Nee, aufm Beamer ist so richtig groß wo man auch schön sieht.
00:18:02: Ah ja, hast du schön gewackelt.
00:18:03: Das siehst du.
00:18:05: Weißt du wenn du zum Handy wackelst, das siehst jetzt nicht.
00:18:07: aber sobald die Auslenkungen über Biemerstrahl werden hier zwei Millimeter dann schon mal drei vier fünf Zentimeter und das sieht dann schon ganz komisch aus.
00:18:16: So und dann sage ich den was er gut gemacht haben.
00:18:20: Also am Anfang hab ich ihn, das muss dich auch über die Zeit erst mal lernen.
00:18:24: Zu sagen was man gut gemacht hat und was man verbessern kann.
00:18:28: Ah, sonst hast du immer anders rum.
00:18:29: Das scheiße!
00:18:30: So,
00:18:30: dann habe ich mir irgendwann angenommen abgesagt okay das ist so ein Minimum was jetzt von deiner Strategie abweichst dass dir solche Sachen annimmst...
00:18:37: Okay, gut.
00:18:40: Und dann ja also was gut geht wie weiter und so?
00:18:43: Genau und dann besprechen wir die Ideen was für einen Abschlussfilm haben.
00:18:48: Ach so, beim zweiten Mal sagt er dann so und jetzt wollen wir hier Konzepte haben.
00:18:52: Richtig
00:18:52: genau!
00:18:53: Also wenn ich sehe dass sie das verstanden haben Sie wissen wie man zusammenfügt, sie wissen wie mal auf Einstellungen dreht und also lasst die Grundlagen erstmal da sind Dann gebe ich ihnen ein Beispiel oder sie suchen sich dann ein Beispiel für eine Abschlussarbeit Und da gibt es ja mehr Zeit und dann gibts halt nochmal einen Zwischenstand.
00:19:08: dann zeigen sie mir einen Zwische Stand bis es dann halt irgendwann final ist.
00:19:11: Ich betreue auch immer diese Zwischenstände.
00:19:13: ... wo ich sage, hier musst du noch mal gucken.
00:19:16: Vielleicht kannst du das rausschneiden... ... vielleicht kannst du doch noch was finden oder so.
00:19:18: Wir gucken das gemeinsam.
00:19:19: Wie organisierst du das Zwischenstand?
00:19:21: betreuen?
00:19:22: Hast du da einzeln?
00:19:24: Ja genau, einzeln.
00:19:25: Da hast du dann einzelne Zeitdings!
00:19:26: Aber in der Gruppe?
00:19:27: Ich nehme die Gruppe zusammen damit auch wieder ein Stück weit etwas lernt.
00:19:32: Also alleine vom Zuschauen
00:19:34: Genau, na klar.
00:19:35: Weil wir
00:19:35: sehen... Guck mal das war gerade eben noch voll holprig.
00:19:38: Jetzt nehmen die zwei drei Einstellungen raus und auf einmal wird es voll magic, auf einmal läuft das Und es wird filmig, ich vergesse die Zeit.
00:19:47: Wie viele Sitzungen sind das dann noch?
00:19:49: Also ab dem Moment wo die Leute sagen so jetzt habe ich mein Projekt?
00:19:53: Ja je nachdem also meist als im Minimum vier Manche brauchen nur zwei weil sie schon so geflasht haben sich da reingesteigert machen das in der Gruppe Ja und dann im Optimalfall ist die Präsentation, das hat man auch schon zur Summary.
00:20:07: Ah ja?
00:20:08: Dann haben wir in der Amalienstraße im Hinterhof auf der Rampel dort eine Leinwand aufgebaut... ...und haben mit zwei Hundert Studenten und Freunden dort... die Clips angeschaut.
00:20:22: Und dann waren zu der Zeit viele Musikvideos dabei, haben auch viele Musik-Videos gemacht von lokalen Musikern hier aus Weimar
00:20:29: und da
00:20:30: war richtig Stimmung!
00:20:31: Das hat es echt beeindruckend, weil die Musiker haben wieder ihre Kumpels mitgebracht und dann haben sie sich dort gegenseitig bejubelt und abgefriert und so das fand ich schon...
00:20:40: Okay Musik aus der Dose würdest du untersagen?
00:20:43: Es ist schwierig wegen Lizenzrechten.
00:20:46: Ja, okay auch wegen Lizenzrechten.
00:20:49: Also ich habe in meinem Studium da hatten wir ein Montageseminar, da ging es nur um Montage, Dynamik durch Montage oder so ähnlich weiß nicht mehr wie es hieß und da hat er zu uns gesagt keine Musik, Musik ist verboten Und das hat natürlich total genervt, weil ich damals so als junger Hupfer kommen grad von der Schule.
00:21:08: Da wusste ich schon du schneidest Bilder zusammen dann gießt du eine Soße drauf und dann schmeckt alles nach Ketchup oder Barbecue oder was?
00:21:16: Und dann läuft es irgendwie Musik nuschelt alles weg und er hat gesagt ja genau das ist ja das Problem arbeite mal mit dem Schnitt Und das war wahnsinnig.
00:21:25: Ich glaube, wir hatten ein oder zwei Beispiele an denen wir gearbeitet haben und er hat immer gesagt genauer!
00:21:29: Das läuft noch nicht... Da haben wir schneidengelernt damals noch mit einer VHS mit so einem Apparat wo man so Wipe und Zeug... Also das war ja weit entfernt von dem was wir jetzt haben.
00:21:40: Ich will nur sagen Musik war damals verboten weil man sich da gerne aus der Verantwortung stiehlt.
00:21:44: Ja klar
00:21:45: also das ist so ein richtig schöner Kleister da kann man alles
00:21:49: drüber Ja
00:21:50: verschmieren.
00:21:51: Ich empfehle ja den in den Kursen oder allen Leuten die ich jetzt habe, auch Presse Leute schon geschult mit dem Smartphone also mit dem Mobile Reporting.
00:21:59: Sie sollen immer ihre Fernsehbeiträge immer ohne Ton schauen.
00:22:03: So einmal das und dann sollen sie mal gucken... vergleichsweise was welche bilder jetzt so welchen thema genommen werden also textbild share oder textbild doppelung und was es da alles gibt.
00:22:16: Ja schön,
00:22:17: dann kann man auch eine ganze menge lernen.
00:22:19: aber ton schnitt ist eigentlich auch cool um rhythmus zu lern.
00:22:24: das ist immer das problem mit gerade mit licenzrechten.
00:22:28: aber es gibt zum beispiel ein.
00:22:30: es gibt einen beispiel was ich immer zeig dass ist ein paar ein älteres paar die sind weit über achtzig machen noch ... Rock'n'Roll Tanzweltmeisterschaften mit, die sind übelst bekannt.
00:22:41: Und dann sag ich so jetzt nehmt ihr einfach mal von der Band wie zum Beispiel Queens of Stone Age und legt es einfach drunter also vor einer Rockband... Ja?
00:22:49: ...und auf einmal passt das!
00:22:51: Die Tanzen
00:22:52: zu einer Musik, die überhaupt dort nie stattgefunden hat.
00:22:54: und es passt.
00:22:55: Weil sie einfach vom Grund ist das Rock'n'Rolls bleibt dasselbe Takt und was für sich und das haut halt hin.
00:23:00: Das heißt ich kann mit denen auch Übungen machen wie sie Rhythmus lernen und sagen... ...das ist scheißegal!
00:23:05: Das Match das haut hin.
00:23:07: Und daher finde ich's immer ein bisschen schade aber ich darf das ja rein theoretisch vom Recht her nicht mal für so eine Übung.
00:23:14: Also einfach etwas klemmen und drauf rumschneiden.
00:23:16: Ist eigentlich schon auch untersagt.
00:23:18: Dafür noch schon nicht?
00:23:22: Das finde ich gerade interessant.
00:23:23: Man nimmt Musik, schneidet Bilder drauf, nimmt die Musik wieder weg und dann haben die Bildern ein Rhythmus.
00:23:28: Es ist eigentlich auch interessant dass man dann so wie eine Schablone nimmt an der man sich entlang bewegt.
00:23:39: Hast du auch noch andere Lehrerfahrungen oder ist es im Kern das wo du selber als Lehrperson tätig bist?
00:23:49: Ja, es ist eigentlich schon vordergründig dieses Audio-Video-Ding.
00:23:53: Also ich gebe teilweise noch so Basics in Sachen Fotografie,
00:23:58: weil ja
00:24:00: die Grundlagen des Filmes machen sie auch die Fotografiesinn.
00:24:03: Das heißt um das Verständnis zwischen Belichtungszeit, Blende, Fokus und wie sich dann Bilder verändern also Scherfentiefe.
00:24:12: Welche Verhältnisse?
00:24:13: Das ist alles aus der Fotografien ... ist ja ein Stück weit auch ein erzählerisches Element im Filme machen.
00:24:20: Und daher ... ... gebe ich auch so Grundlagen in Sachen Fotografietechnik, würde ich es jetzt mal nennen?
00:24:26: Ja!
00:24:27: Ich bin aber kein Fotografer und habe eigentlich viel zu viel erforscht vor ... ... ich würde das nie sagen.
00:24:34: Das ist schon
00:24:35: mal eine andere Liga...
00:24:38: Da
00:24:38: rennt viele rum jetzt hier draußen irgendwo irgendwelche Instagram-Blocks bespielen und da sich Fotografen schimpfen, nur weil die sich jetzt irgendwie eine Nikon-Micron-Mitcon-Mikron-Siemenfünfzig-Kofen und dann irgendwie draufhalten.
00:24:49: Die fast alles alleine kann, aber das hat aus meiner Sicht nicht mit Fotografien zu tun.
00:24:52: Das ist schon noch ein bisschen mehr.
00:24:54: Versteht dich gut der Markt?
00:24:55: Musst du es ja behaupten sonst kauft sich keiner die Kamera...
00:24:58: Nee, nee, das muss ich nicht mal so sagen!
00:24:59: Es gibt da einen Markt, es gibt Leute, die kofen richtig viel Rotze Die haben einfach keinen Plan, keine Ahnung.
00:25:05: Also okay das will mir, bin ich das zu sagen aber ich sehe es oft so... ...dass wirklich viel scheiß für viel Geld verkauft wird.
00:25:12: Ja also gerade gibt's so eine Zwischennische auch Hochzeitfotografie und Hochzeitsvideo wo ich manchmal denke Gott ey!
00:25:22: Da stehe ich mir noch selber am Weg.
00:25:23: eigentlich könnte ich das auch aber ich wills nicht weil es ist für mich jetzt kein.
00:25:27: Das ist alles legitim.
00:25:28: Ich will das nie mehr in Abrede stellen.
00:25:30: und um Gottes Willen, es ist ein Markt und den bespielen Leute und die sollen auch ihr Geld verdienen.
00:25:35: aber Respekt gibt's doch für mich jetzt nur bei den Wenigsten.
00:25:38: also da muss ich schon sagen... Du
00:25:39: meinst jetzt künstlerischen
00:25:41: Risiken?
00:25:41: Ja irgendwie so.
00:25:42: wo ist der Rohr, das haut mich jetzt vom Hocker, das finde ich irgendwie spannend.
00:25:45: Aber diese super scharfen Fotos, die jetzt irgendwo in einem Mann schon Geschäften hängen.
00:25:51: Oder wenn man so Hochzeitsfotografen beobachtet, werden sie mit ihren Paaren irgendwo hier im Hintpark unterwegs sind...
00:25:57: Da muss
00:25:58: ich schon... Ich möchte ja erst mal das Making-of Video drehen und sagen Schade um den Tag eigentlich!
00:26:03: Ich denke ihr habt heute geheiratet.
00:26:04: Das ist euer schönster Tag und ihr verballert euch das hier mit irgendwelchen bescheuerten Fotos.
00:26:07: Ganz interessantes Fell, dass es tatsächlich in der Medienmissenschaft gibt's das richtig als diese ganze Hochzeit ästhetik?
00:26:17: Manche Hochzeiten werden dann zum Filmdreh-Tag.
00:26:20: Also, da sind die Gäste Komparsen und die anderen beiden die Stars ... Und am Ende sind alle fix von den Dreharbeiten.
00:26:28: Es ist eine interessante Geschichte, weil das natürlich viel mit unserer Medienwelt zu tun hat.
00:26:33: Dass wir auf einmal nur noch staging unser ganzes Leben ist sozusagen auch wie mache ich es vor der Kamera?
00:26:38: Was du vorher gesagt hast warum Filmen so anstrengend ist, so stressig ist habe ich euch mal so ... empfunden, du bist ja nicht einfach nur der Mann mit der Kamera oder die Frau mit der Kamera.
00:26:47: Sondern... Du musst ja davor auch noch alles hinschaffen und hinkarren und organisieren.
00:26:53: Das hat mich immer abgeschrägt, wo ich immer dachte, oh Gott jetzt muss ich auch noch lauter Leute bei Laune halten.
00:26:58: Die sollen ja nachher noch spielen!
00:26:59: Die sitzen aber vor allem rum in ihren Waggons oder weiß sie nicht was?
00:27:02: Oder im Restaurant oder in der Garderobe oder sowas kommen dann gelangweilt her um diese ganzen Konflikte zu handeln das Material zu besorgen.
00:27:10: Horror, größter Respekt natürlich.
00:27:12: So geht es mir genauso.
00:27:14: Ich film am liebsten alleine mit so minimalzen Equipment Und am liebsten ohne irgendwie konkreten Auftrag.
00:27:22: Ah ja, genau.
00:27:23: Dass
00:27:23: ich einfach so für mich Zeit habe was zu entdecken wo ich sage wow die Einstellung ist ganz witzig da läuft der jetzt ins Bild und macht das und dass... Also um das jetzt nochmal zu klären noch mal zu sagen also wenn jetzt Leute Hochzeitsphotografie oder Hochzeidsvideo machen dann will ich nicht sagen dass das Trash ist was sie machen.
00:27:40: es ist wahnsinnig viel Arbeit den ganzen Tag dort auf gespannt zu sein und zu wissen und das ganze zu planen.
00:27:47: Also Arbeitstechnik ist ein Heiden-Respekt vor dem, was sie da tun.
00:27:51: Ich könnte es nicht und ich will es mir mal nicht angucken.
00:27:54: aber Filme machen ist wirklich... Man muss da wirklich ganz viele...
00:28:00: Aber jetzt kommen wir wohin?
00:28:01: Was ich ganz schön finde die Studierenden bei dem Kurs sind, was studieren die
00:28:07: v.a.?
00:28:07: Ist das interdisziplinär zusammengesetzt oder ist das eben wenig?
00:28:10: Das war verschieden.
00:28:13: Es gab Kurse, das war rein ... Medienkultur, also was von Eurofakultät kam.
00:28:20: In der Fachhochschule für angewandte Kunst, das war ein Holzgestalter.
00:28:25: Also
00:28:27: Produktdesigner
00:28:28: ist schon immer in einem bestimmten Fachbereich angegliedert.
00:28:34: Deswegen meine Frage... Es sind nicht Filmhoch-Schulen oder Leute die sagen ich will mal Filme machen.
00:28:40: Du hast gerade etwas Interessantes gesagt, ich filme mir am liebsten alleine und entdecke dann was dabei?
00:28:45: So etwas habe ich verstanden.
00:28:49: Und jetzt sind die Leute, die an deinen Kursen teilnehmen eigentlich gar nicht Leute sagen, ich will Filmemacher, Filmemacherin werden sondern was die da lernen ist interessant mit der Kamera beim Filmen was zu entdecken Und dann beim Schneiden wieder was rauszuarbeiten und dann was zu profilieren, und dann etwas mit Rhythmus zu versehen usw.
00:29:09: Aber keiner, keine von denen würde sagen so ich mach jetzt Kino und schick den Film irgendwo ein.
00:29:14: ist es was anderes worum's da geht oder?
00:29:16: Ja optimal weil sind die so dass die forschen und was für sich entdecken.
00:29:23: aber das sind die wenigsten.
00:29:24: Die meisten arbeiten einfach nur abwollen, die sechs Punkte einstreichen und...
00:29:28: Ist das wirklich schon?
00:29:29: Ja, ist schon.
00:29:30: Aber
00:29:30: wie kann man denn den Film machen und einfach nur bearbeiten?
00:29:33: Es ist ja doch ganz schön viel Arbeit!
00:29:35: Was man da abarbeitet.
00:29:37: Ja, die wissen ja auch was ich sehen will.
00:29:39: Ach so!
00:29:40: Dann müssen sie aber trotzdem
00:29:41: viel tun.
00:29:43: Also wenn du schlau bist und guckst zu was ich an Beispielen gebe und es sieht mehr dann auch Wer das gemacht hat, dann orientieren die sich da schon ganz gut und ...
00:29:52: Dann sagen die ach der Mehlhorn ich weiß schon.
00:29:55: Der
00:29:55: steht so auf weirden Kram.
00:29:59: Und
00:29:59: dann mach jetzt mal weirden kram.
00:30:02: Trotzdem lernen sie dabei, weirde Kram zu
00:30:04: machen?
00:30:04: Richtig!
00:30:06: Das gab eine Studentin hier aus Norwegen,
00:30:08: die hat...
00:30:08: das war mega, das war leer am Kunst Das und auch Super-Videos entstanden, Lärmkunst.
00:30:17: Und die hatte ein Film gedreht, da hat sich so eine Kleidung ... Ich weiß nicht, welches Jahrhunderte es war.
00:30:25: Definitiv, der achtzendte Jahrhundert hat sich da angezogen und hat sich das so inszeniert wie sie sich eingkleidet alles in Detail hier Hut aufgesetzt und das angebunden und alles in supergeilen vielen Einstellungen aufgelöst nimmt dann ihren Korb und geht in den Park und setzt sich hin so Also ein Frauenbild, ein Rollenbild und die damalige Kursleiterin von diesem Lehramtskurs, Francis Zeichek.
00:30:54: Die ist völlig ausgetillt und hat gesagt Steven was ist denn das für einen Frauenbild?
00:30:59: Oh
00:30:59: nein!
00:31:00: Ja ich sag Francis echt sorry aber es ist mir eigentlich wocht an der Stelle weil sie macht das geil die kann das So, ich hab diese Einstellung gesehen wie die das aufgelöst hat und was sie... Ich bin ja jetzt nicht hier.
00:31:17: Ich bin ganz bei dir, ich verstehe das aber für mich.
00:31:20: mit der wollte ich da jetzt nicht über so etwas diskutieren weil ich sehe, dass ihr irgendwie mein Thema verstanden habt.
00:31:25: Sehr spannend!
00:31:25: Und dann kam die Studentin habe ich irgendwann in einer Metallwerkstatt, die ist Weltklasse, die macht hier richtig viel und die habe ich neulich in eine Metallwerkstadt getroffen und habe es noch mal darauf angesprochen.
00:31:38: Die Klamotten habe ich damals alles selber genäht für diesen Film.
00:31:43: Was soll ich da jetzt noch sagen?
00:31:47: Okay, genau.
00:31:47: und also da haben wir es und das kann nämlich auch gleichzeitig das was wir vorhin als Stress beschrieben haben, kann eigentlich auch der Anlass für ein Film sein gibt's ja viele Filme die das... genau gesucht haben, den Aufwand für das was vor der Kamera dann da alles ist.
00:32:05: Oder man muss es auch so sagen, der Aufwand für das, was dann Filmbild wird, den soweit zu treiben Materialien raussuchen, dann den richtigen Ort suchen, irgendwelche Original... Da gibt's die Chronik der Annalena Bach Anna-Marc Dalida Bach.
00:32:24: Der ist von Straub.
00:32:26: Ehe, das ist ein ganz durchauratisierter Film in dem ganz viel Original, Original, original vor die Kamera geschafft wird und der hat eine ganz große Rolle gespielt in den Sechstiger Jahren.
00:32:40: Weil da eben ganz ähnlich der Aufwand, was wird alles da jetzt verfilmt?
00:32:45: Also was alles verarbeitet.
00:32:47: Der Verstoff wechselte Film sozusagen oder die Kamera verstoffwechselt um dann filmen zu werden.
00:32:53: Die Kamera kriegt nur Edels das zu essen sozusagen und das hat ja diese Frau auch im Grunde alles selbst zubereitet, was danach in diesem Film Eingang findet.
00:33:02: Und dann ist es irgendwie auch ein Prozess, der ob beabsichtigt oder nicht ja eigentlich auch eine Reflexion auf Frauenbild-, Frauenrollen und im Grunde richtig gesehen.
00:33:11: Auch von den Kollegen ... von der Professorin, von der du gesprochen hast.
00:33:15: Aber halt dann vielleicht ein falscher Effekt zu sagen, das geht nicht!
00:33:18: Ja also,
00:33:20: sie hat es schon auch richtig gemacht, weil sie ist so und sie steht auch für das ein.
00:33:24: Wenn sie's nicht gemacht hätte, könnte ich sie ja schon wieder auf einen werfen können und sagen, hey Franz, warum sagst du da nichts?
00:33:28: Also...
00:33:30: Sie hat's
00:33:30: jetzt, nee, alles gut, sie hatte jetzt ganz... Man kann so umdrehen und das war im Grunde könnte man es erwarten.
00:33:38: Das Interessante ist, dass Film ja immer was Ambivalentes ist.
00:33:41: Du willst eine Aussage machen und nachher läuft dir die Aussage aber auf der Leimann davon oder dreht sich ins Gegenbild
00:33:47: usw.,
00:33:48: ganz reinartig.
00:33:49: Genau, mit
00:33:50: Emotionen und das kann richtig umschlagen.
00:33:52: Spielst du
00:33:53: damit auch?
00:33:54: Das hat jetzt ein bisschen geklungen wie du guckst aufs Handwerk.
00:33:59: möchte mich nicht auf inhaltliche Diskussionen anlassen.
00:34:02: Es
00:34:02: gab auch einen Fall, da hatten Studenten im Corona-kritischen Film gemacht und da wurde ich dann irgendwie gebeten, da mal nachzuforschen also ob der jetzt bei uns da auf diesem Kanal sein muss.
00:34:16: Du hast ein Kanal?
00:34:17: Also wir
00:34:17: hatten das auf Vimeo und er ist nicht öffentlich.
00:34:20: aber trotzdem die Studenten wussten untereinander wer von wem was is'.
00:34:25: Und der war halt coronakritisch oder zumindest der Politik, der Corona-Politik blüber war, war der kritisch gemacht.
00:34:33: Der hat ja auch noch mit Fraktorschrift romantiert und alles so ein Zeug.
00:34:37: Da kann schon sein, dass da eine oder die andere dann Humor verliert.
00:34:41: Aber mir ist das jetzt nicht direkt wurscht.
00:34:44: also ich werde es nicht sagen, dass ich mich daraus mache aber... Ich bin kein Profi!
00:34:49: Ich muss hier keine inhaltlichen Dinge ausdiskutieren.
00:34:51: Ich will den Leuten Handwerk geben.
00:34:54: Könnt ihr das?
00:34:55: Geht daraus, macht eure Filme und diskutiert es mit den Professoren.
00:35:00: Und da bin ich dann weg.
00:35:01: Also ohne dass ich mich jetzt aus der Affäre ziehen will aber das ist jetzt mein Teil was ich beisteuern kann um hier gute Lehre zu machen weil ich muss ehrlich sagen drauf gekommen bin ich auch ein Stück weit weil ich das selber nie erlebt habe.
00:35:14: Ich hab ja selber hier studiert, hab mir mit dreißig hier noch mal hingesetzt Und hab hier Bachelor-Master, da hatten wir auch schon zwei Kinder und das dritte kam noch.
00:35:22: Also ich habe das volle Programm mit Jobben im Theater und was für sich alles durchgezogen und mir hat keiner irgendwie einen Scheiß gezeigt, dass ich irgendwie wie Schneide oder Einstellungsgrößen muss man uns alle selber ran arbeiten.
00:35:38: Wie seid ihr damit umgegangen?
00:35:39: Wie habt ihr solche gearbeitet?
00:35:42: Wir waren zum Teil mit Büchern.
00:35:44: Ich hab die Bücher noch hier und dann kamen wir auch in die erste Generation YouTube, wo schon die ersten Tutorials auf YouTube erschienen sind.
00:35:52: Interessant!
00:35:53: Und meine Idee war halt warum muss man sich das so mühsam... Klar ich habe das anders drauf jetzt und so, ich hab's verinnerlicht.
00:36:00: aber ich finde auch wenn man es den Leuten als Werkzeugkoffer mitgibt und sie können das schneller und früher was machen die denn damit?
00:36:08: Vielleicht können die ja noch viel cooleres Zeug machen, weil sie viel mehr Zeit haben und wir sparen uns dieses ewiges Selbstlernen.
00:36:14: Und kürzen das ab auf diesen Werkzeughofer.
00:36:16: Ich glaube da wird es verschiedene Ansätze geben.
00:36:18: ich glaube das werden auch andere Professoren anders diskutieren werden sagen ne genau genau dass ist das.
00:36:24: Das muss weh tun oder keine Ahnung.
00:36:26: Ja, da gibt es die ganze Bandbreite ja.
00:36:28: Also ich halte das für eine valide Position.
00:36:30: zu sagen dass hier ist jetzt das Handwerk hier ist ne Einstellungsgröße da ist ein Schnitt, da ist n Ding kann ja dann auch den Leuten sagen du hattest vorhin auf vom Schreiben gesprochen macht die Story nicht so stark oder engagiert euch nicht zu stark in der Aussage wir sind hier Handwerker Wir wollen irgendwie wie gehst du damit?
00:36:48: Ja, genau.
00:36:49: Nehmen wir noch mal
00:36:50: zurück.
00:36:50: Ich hatte gerade, weil du es mir in den Schreiben sagst... ...ich habe ja ganz viel auf die Filme von meinen Kommilitonen verfolgt und ich hab das vorhin auch schon gesagt dass ich sehr kritisch bin oft mir selber auch im Weg stehe und zukritisch bin.
00:37:03: aber ich habe das immer gemerkt.
00:37:05: Die waren filmisch alle ziemlich geil!
00:37:06: Die hatten geile Technik, es war gut beleuchtet Es waren super Filme.
00:37:11: Aber die eigentlichen Darsteller, die Figuren, die Personen selbst, die in diesem Film gespielt haben Die waren schlecht, die waren zu wenig ausgearbeitet.
00:37:21: Und das ist auch wieder so ein Ansatz von mir wo ich sage geht viel mehr in die Figur rein, geht in euren und arbeitet die aus!
00:37:31: Und zweifelsfrei richtig geil.
00:37:33: es ist scheiß egal ob du dann eine VHS Kamera nimmst ... das auf Film dreht, so spielt überhaupt keine Rolle.
00:37:38: Wenn deine Figuren, wenn das Spiel also der Charakter die Persönlichkeit, die ich da darstellen will gut ausarbeiten... Das ist fünfzig Prozent der Miete.
00:37:49: So und das verstehen die wenigsten weil das geht übers Schreiben.
00:37:54: Und das geht über Schreiben, schreib's, schreibt es und machs ja einen Kopf und bricht sich wieder zusammen im Kopf und denkst Oha!
00:37:59: Wie kriegst du das hin?
00:38:00: Und dann musst du Menschen studieren und fährst nach Weimarwest, guckst dir die Leute an.
00:38:03: Fährst noch gesterns Museum, gukst dir den Leuten an.
00:38:07: Dann findest du irgendwo der Typ, der macht das.
00:38:10: Der hat die und die Eigenheit.
00:38:12: Das setzt du film ich um oder versuchst, Elemente zu finden.
00:38:16: Das habe ich in dem Studentenfilm zu wenig gesehen aber das ist eigentlich auch Arbeit!
00:38:19: ...
00:38:20: ist aber nicht Gegenstand deiner Smartphone-Filmmaking, habe ich hier richtig verstanden?
00:38:23: Hey!
00:38:23: Ich bin ja kein Prof.
00:38:24: Das lässt du da dran.
00:38:25: Ah, genau.
00:38:26: Da warst du ein Unterschied.
00:38:27: Ja, spannend.
00:38:28: Nein, das ist ja der Ferne angestellt... Bei
00:38:30: dir ist Handwerk und dann die anderen
00:38:31: Armen da auch.
00:38:32: Bei mir ist Basics, genau, und dann könnt ihr Ihrem Prof nähern.
00:38:36: Du bist auch als Vater von drei Kindern.
00:38:37: da hast du dich vorgestellt.
00:38:40: Erzähl.
00:38:41: Vater von drei
00:38:42: Kindern?!
00:38:42: Also ich muss ja noch... Und Lebenspartner?
00:38:45: also wir sind nicht verheiratet, wir haben gesagt, wir bleiben zusammen.
00:38:48: Ja, genau.
00:38:50: Das macht man bei der Hochzeit auch.
00:38:51: Naja,
00:38:52: je mehr Pferde vor der Kutsche sind, umso schneller sind die geschieden.
00:38:55: und ihr habt gesagt ne wir lassen mal zusammenbleiben.
00:38:57: und also so ganz klassisches ich bin ja so ein Fan von diesen... Ich bin eigentlich so vom von der Lebenseinstellung so ein fan von Skandinavien Also so klasse.
00:39:07: Wir hatten sogar alle Klischees, wir haben sogar einen Volvo gehabt, Volvo-Kombi.
00:39:13: Aber ja drei Kinder und ein Tochter und zwei Söhne
00:39:18: Und
00:39:19: die Frau ist Lehrerin.
00:39:21: Ah, und das bringt natürlich in dem Podcast auch Perspektiven rein zwischen Magie- und Handwerk?
00:39:26: Wenn du als Vater in diesem Podcast sprichst musst du zum Thema sprechen...
00:39:29: Ja also ich muss zu meiner Frau... Also ich musste immer schmunzeln was ich hier für Problemstellungen in der Uni höre.
00:39:36: da hat es mich manchmal weg wo ich denke Leute sitzt euch mal ein Armbrutz-Tisch mit meiner Frau zusammen und dann hörste was Probleme sind.
00:39:43: sie ist Lehrin an einer Lernenförderschule in Erfurt Echt?
00:39:48: Es ist jetzt schon alleine, mir tut's da im Bauch weh.
00:39:51: Aber es gibt so viel sozialen Scheißdreck, wenn ich das so deutlich mal sagen darf... Es gibt so viele Elend, soziales Elend und sie bringt das mit!
00:40:00: Muss ja auch mal irgendjemand das erzählen, dass kann man ja nicht in sich reinfressen.
00:40:04: Und wirklich in Schulen also gerade ... Das sind schon Sachen zu erleben wo du sagst wow was soll das werden?
00:40:11: Wo geht das hin künftig?
00:40:12: wie wollen wir das machen?
00:40:15: Und nochmal zwei Sachen.
00:40:16: Meine Frau, die ist wirklich mit Leib und Seele, ähm... ...ist die Lehrerin,... ...und sie sitzt halt jeden Abend da und bereitet Unterricht vor.
00:40:24: Ich hab das nicht!
00:40:25: Ich kann nicht in so einen Kurs gehen und kann sagen hier ich habe ein Schema,... ...ich geh'n den Kurs rein und muss das aufnehmen.
00:40:31: wie Ticken die was machen die?
00:40:33: und bei mir ist es... ...wirklich immer wie so ein
00:40:35: Live-Spiel.
00:40:36: Das kenne ich auch ja.
00:40:37: Ich muss brauche Feedback und ich meine oh diese sind echt stumpf.
00:40:41: Da machen wir das ganz einfache Besteck.
00:40:42: oder ich muss das irgendwie so.
00:40:44: und meine Frau sagt, nee.
00:40:45: Ich habe Kinder die sind so krass, da ist ja autistisch sein noch fast so basic aber da gibt es wirklich Kinder, die brauchen diesen knallharten
00:40:57: Plan, sonst hält die aus.
00:41:00: Und daher haben wir bei uns natürlich viel Diskussionshause auch.
00:41:04: Die Kinder waren alle am Goethe-Gymnasium Das sind noch am Goethe Gymnaseum hier in Weimar und wir diskutieren viel über Lehrer.
00:41:13: Welcher Lehrer ist doof?
00:41:13: Welche Lehrerin ist dof, warum ist der cool und er nicht?
00:41:18: Man spricht über Menschen die man aufgesetzt bekommt in der Schule oder vorgesetzt.
00:41:25: Und das ist wirklich schon ein Fünfzig Prozent des Lebens und es nehmen Job so aus.
00:41:31: Ja genau,
00:41:32: d.h.,
00:41:33: du ... Das überlernen machst du dir als Vater auch Gedanken auf deine Kinder bezogen und hier die Studierenden.
00:41:43: Also ich sehe so, das hat mich nämlich interessiert dass man sagt weil ich bin ja auch Vater von zwei Kindern allerdings und denke über Lehren und Lernen auch nach und irgendjemand sagte zu mir neulich da habe ich irgendwie was erzählt dass ich gerade in der Uni das so-und-so mache.
00:41:58: und dann fragte mich jemand hast du Kinder in dem Alter?
00:42:02: Und dann hab ich gesagt, ja, das merkt man.
00:42:06: Dann habe ich eben gemerkt ... Man bringt es schon auch mit.
00:42:10: Ich bringe den Vater damit, weil ich an der Stelle plötzlich zeigt mir meine Tochter Tiktok-Sachen zum Beispiel.
00:42:15: Ein bisschen so ein bisschen klischee aber... Aber ... und dann höre ich eben irgendwie was raus oder sehe da was raus.
00:42:22: Und kann damit etwas anfangen, auch weil ich natürlich will, weil es ja meine Tochter ist, der schaue ich doch noch mal anders zu und denke dann naja, ich will ja, dass mein Tochter interessante Sachen macht und deswegen finde ich sie jetzt mal interessant und plötzlich entdecke ich daran was und merke vielleicht sind meine Werte gar nicht die einzigen, die zählen, vielleicht ist das ja auch ziemlich cool, was die haben.
00:42:43: Ist ja auch so, ich regne das dann nicht nur zu rechts sondern ich würde da noch sagen, ich entdeckte eine Welt die einfach in Andernsferien stattfindet.
00:42:50: Also Tiktok ist jetzt natürlich der Feindböse und so, aber ich meine nur als Beispiel wo ich dann auf einmal sage vielleicht ist es doch gar nicht so überzeugend zu sagen Ich habe hier einen Text von eine Achtzehnundvierundsiebzig.
00:43:04: Der ist übrigens ganz interessant, lehst den mal Vielleicht muss ich das... Wenn
00:43:08: er von Nietzsche ist auf jeden Fall
00:43:10: Ja, stimmt Das war auch so.
00:43:13: Die haben dann sofort gesagt, wow das ist ja hier richtig jugendlich.
00:43:18: Interessant.
00:43:19: Wie geht die da?
00:43:20: Also immer wieder du hast hier diese ganzen
00:43:21: Bildveranstaltungen... Also was hat sich gegriffen, dass du jetzt gerade so leichten Zweifel durchgebracht hast?
00:43:26: oder wenn ich das richtig rausgehört habe, hast du jetzt grade irgendwie sowas gesagt wie über deine Werte, ob dir nicht ganz sicher bist.
00:43:35: Ich finde der Werte ist eine Klaubenssache und gerade als Vater!
00:43:38: Ja, ein guter Punkt.
00:43:39: So und wenn man da ins Zweifeln kommt hast du verloren.
00:43:43: also
00:43:43: aus meiner Sicht weil klar bin ich auch ein Mensch der wahnsinnig viel selbst reflektiert gerade auf der Autobahn und so und wahnsinn nicht viel drüber nachdenken mache ich das richtig und ich glaube ich bin eigentlich nur getrieben.
00:43:54: ich will keinen Fehler machen so und ich will nicht dass meine Kinder irgendwie scheiße waren.
00:43:59: ich finde die Eltern wo die Kinderscheiße aber auch eine Verantwortung haben und man die auch mit zur Rechenschaft ziehen soll weil man setzt hier Wesen in die Welt Die können anderen richtig Probleme machen, die können Schaden anrichten für alle anderen.
00:44:12: Obwohl die anderen das gerade nicht verdient haben ist man in einer gewissen Pflicht, man sollte schon wissen was man macht und davor habe ich auch ein Stück weit Angst.
00:44:22: Zum einen das aber ich möchte auch nicht dass meine Kinder irgendwie die gleichen Fehler machen wie ich gemacht habe früher in der Jugend Und daher entsteht ein Stress.
00:44:34: Oder Angst zu sagen, mach ich jetzt alles richtig?
00:44:37: Ist das Richtige?
00:44:38: Dann ist man schnell dabei und sagt ja, pass auf Schule und dessen und dessens.
00:44:42: Obwohl du weißt, Schule ist ein toller Ratz.
00:44:44: Kannst du lassen.
00:44:45: Du hast selber daran gescheitert mit Menschen zu tun die verstehen mal einen Bruchteil von dem was du machst.
00:44:50: Die klassifizieren dich, die zensieren dich... Da hab' ich auch meine Zweifel und sag dann trotzdem aber zur Sicherheit Das ist schon das richtige Einfach nur aus der Angst raus, dass das Falsch läuft.
00:45:07: Also ich mir gefällt es gerade wie, dass so ambivalent eben ist und eigentlich widersprüchlich ... Das
00:45:11: ist absolut zufrieden.
00:45:13: Deine Lebenspartnerin ist ja Lehrerin, Schule ist eine totale Rots, kannst du direkt lassen?
00:45:17: Ich hab meine Spiegel... Da stimmt natürlich alles nicht!
00:45:19: Und da stimmt natürlich alle schon als es geht
00:45:21: hervor.
00:45:21: Pass auf!
00:45:23: Meine Spiegeleitern sind... Beide Lehrer.
00:45:26: Ja, ja.
00:45:27: Mein Vater war Lehrer und ich finde die
00:45:30: toll.
00:45:31: Ich habe eine ganz schlechte Bio in Schule.
00:45:33: Wenn ich das noch kurz erzählen darf... mein ganzes Leben war... also ich sollte eigentlich der ersten Glaser in einer Sonderschule.
00:45:39: Weil ich dort einen Schüler geschlagen hab im Unterricht.
00:45:44: Der hat es aber dreimal gehört für mich von wochenlang.
00:45:47: Das bleibt dort liegen.
00:45:49: An dem Tag gab's halt nur Ställe.
00:45:51: an dem Tag war auch ne Frau aus einem Kremium in der DDR, die dann gesagt hat hier der ist fallendsaufwällig.
00:45:59: Okay
00:46:00: und so musste ich dann ja da hat meine Mutter gesagt ne ne auf keinen Fall er geht nicht an der Sonderschule.
00:46:06: Der hat spezielle Effekte.
00:46:10: nein sie hat gesagt sie kümmert sich drum Und so bin ich zum Sport gekommen.
00:46:14: Also, ich habe dann seit der ersten Klasse an nordische Kombinationen gemacht und habe dann immer als Zielgesetz bekommen an die Sportschule.
00:46:20: Du gehst da in die Sportschuhe nach Oberwiesendal, das ist dein großes Ziel.
00:46:23: Das hab' ich dann geschafft, war nach OberWiesendalen eine Sportsschule, bin aber mit einer Verletzung dahin gekommen und hat nie wieder den Anschluss bekommen zu meinen Kollegen, Mannschaftskollegen, Teamkollegen... und bin dann ein Stück weit gescheitert.
00:46:36: Ich habe zwar für diese Sportschule eine DDR-Metallie gewonnen, also DDR-Meister gewesen in einer Spezialdisziplin unter Kategorie.
00:46:44: Aber drei Monate später bin ich aus dieser Schule rausgeflogen... ...und bin dann zurück wieder von so einer elite Schule mehr oder weniger in so eine ganz normale POS zurückgegangen.
00:46:53: Was ist eine POS?
00:46:54: Politische Roboschule, klassische DDR-Schule.
00:46:58: Und hatte da übelste Schwierigkeiten.
00:46:59: Dann kamen ... mich wieder einzuordnen, wieder niemand zu sein.
00:47:03: Also aus meiner Uniform raus.
00:47:04: Ja.
00:47:05: Aus meiner Sportuniform.
00:47:07: Dann kam die Wende.
00:47:08: Die habe ich schon auch mit Vierzen erlebt... was auch übelst krass war für mich.
00:47:11: so und also das nicht dass jetzt der DDR nachhängt oder sonstwas.
00:47:16: aber das war so viel!
00:47:18: Ich hatte mit Sechzehn meinen ersten Drabby weil die so gesetzlos waren.
00:47:23: wir hatten einfach einen Auto irgendwie mit Sechszen ohne Führerschein oder irgendwas.
00:47:26: es war echt
00:47:27: wild.
00:47:28: Und dann hatte ich halt meine Schwierigkeiten im Abitur.
00:47:31: Da gab es noch eine andere Geschichte,
00:47:34: das war schon wieder Vereinigung.
00:47:35: Das
00:47:35: war auch nach der Wiedervereinigung, da hat sich dann
00:47:38: plötzlich neue Werte... Hat dann
00:47:39: neue Menschen um mich herum, andere Menschen so ehemalige Kirchgänger aus DDR-Zeiten also mit denen ich ja nie zu tun hatte in dem System drin.
00:47:49: und diese christliche Jugend hat bei mir nie stattgefunden die nebenbei so ... in der DDR schon auch ein ziemlich großes Dasein hatte, aber mit solchen Leuten war ich dann auf einmal an der Schule.
00:48:00: Dann hatte ich so... Wow!
00:48:02: Was die erzählt haben und Kirchenverein und Band und alles und so, das hat mich nie stattgefunden bei mir.
00:48:08: Und naja, da hatte ich halt so meine Schwierigkeiten, da noch so eine Bomberjagdenseit, wie viele aus Deutschland diese, also leider.
00:48:15: Ja?
00:48:17: Und bin dann so ein Stück weit auf schiefe Bahnen gekommen und hab da mein Abi verrissen.
00:48:21: Aha ...
00:48:22: ist nochmal extra Podcast können wir auch noch mal auswerden.
00:48:25: Aber das Ding ist echt krass, weil ich habe so eine ähnliche Bio wie dieser Robotsteinhäuser in Erfurt.
00:48:30: Ah, okay.
00:48:31: Weil ihm ist dasselbe wiederfahren... Wir haben dasselbes Schicksal gehabt!
00:48:36: Wir konnten nicht wiederholen.
00:48:39: Ich glaube, das so zu verstanden und zu haben... Also ich habe weder einen Schulabgang gehabt oder
00:48:43: keinen
00:48:43: Abschluss?
00:48:44: Kein Abschluss!
00:48:45: Ich konnte
00:48:45: nicht wiederholt werden, weil wir die letzten waren mit Zensuren und die anderen schon Punkte hatte, was ich eigentlich quatsch finde.
00:48:52: Man hätte die Zensione auch in Punkte umrechnen können.
00:48:54: Auf jeden Fall durfte ich wiederholend das Jahr noch nachmachen, nochmal die Prüfung wiederholern oder irgendwas.
00:48:59: Ich war raus, ich war absoluter Loser an der Stelle.
00:49:01: Das ist ja dem Steinhäuser ähnlich passiert Und der hat dann das Gewer von seinem Vater genommen, glaub ich so.
00:49:07: Irgendwann?
00:49:07: Ist er in
00:49:08: die Schule gegangen?
00:49:09: Ja
00:49:10: ja, die ist bekannt, die Geschichte.
00:49:11: Genau und ich bin nach Österreich mit einem Schielehrer geworden.
00:49:14: Aha!
00:49:14: Kann man auch machen.
00:49:16: Kann man nochmal.
00:49:17: Achja, das hast du gemacht.
00:49:18: Nach Österreich bist du Schieleher geworden.
00:49:19: Hast du eine
00:49:20: Ausbildung gemacht oder was?
00:49:21: Naja, so ein Grundschein
00:49:23: heißt es.
00:49:24: Du konntest auch einen Oberwiesenteil wieder anschließen zu verstehen.
00:49:26: Genau.
00:49:28: Okay, die Biografien gehen ja... Wann hast du wieder auf?
00:49:31: Wann sagst du jetzt gut mit Schielehren?
00:49:33: Das war nicht lange.
00:49:34: Es war also immer mal wieder so zwischendurch, aber das direkt in Österreich waren wir nur zweimal.
00:49:40: Zwei Mal jeweils im Winter.
00:49:43: Naja und dann habe ich irgendwann diese Ausbildung gemacht zum Kaufmann für Audioviselle Medien, war dann in München beim DSF, beim deutschen Sportfernsehen bin dann schon irgendwie wieder auf die Bahn gekommen und auch in diesen Beratungsmedien.
00:49:52: Und
00:49:52: das war immer diese Idee, Sport Fernsehen, Medien und Sport?
00:49:54: Für mich war Sport immer das größte.
00:49:56: Also... Wurde ich da auch viel reflektieren und denke, eigentlich ist das Sport totaler Rott.
00:50:01: Aber es ist so ein absolutes Wechselspiel der Gefühle.
00:50:05: Es gab gestern wieder einen Moment, in dem ein junger Finne zweiter geworden war bei einem Slalom-Rennen.
00:50:11: Und ich habe es mit meinem Sohn auf die Autobahn angeguckt.
00:50:13: Wir kamen gerade vom Training aus im Counter-Tall, weil der Skialpien-Renn fährt... Das war nur eine Emotion, der erst so ausgeflippt hat.
00:50:21: Das war mega!
00:50:22: Da ist Rich Gänsehaut.
00:50:24: Dann kommt der Gewinner, Lukas Braten und er macht dann so eine Show und kniet da hin und macht hier diesen Christus, wo ich sage hey komm Digger das kannst du ja weglassen.
00:50:33: Und
00:50:34: da bist du sofort dabei!
00:50:35: Das ist
00:50:36: so dieses Sportding schwierig.
00:50:39: aber ich bin wie gesagt total angefixt um meine Söhne auch.
00:50:44: Ich finde es spannend... Also ich selber habe nie wirklich einen Leistungssport in der Art betrieben, ein bisschen Gymnastik-Körper.
00:50:52: Natürlich, die gucken was man so eine Leibesübung.
00:50:56: Aber ich kann das...
00:50:57: Darf man das sagen?
00:50:58: Ich hab mir das noch so gesagt.
00:51:00: Doch ich glaube der TATZ sogar steht statt Sport über Leibessübungen!
00:51:03: Die TATS haben wir auch schon geschafft.
00:51:05: Ja, als
00:51:06: mies gelaune Türsteher vom Bassi Cowboy Club in Berlin war ich die eine Schreiberin von der Tats nicht reingelassen.
00:51:15: Also nicht auf der Seite leibes Übungen.
00:51:17: Das Sportteil heißt da so, das ist despektierlich jetzt ein bisschen... Ne aber was ich interessant finde ist den Sportsgeist oder den Sportsgedanken eben auch für Forschung oder für Universität, für das was man vorhat, für dass was man macht also Scheitern weitermachen Wegesuchen, nicht in die Verzweiflung gehen, Aufstehen, Krone richten weiß ich nicht ob das immer das ist.
00:51:36: manchmal kann man ja schauen vielleicht geht es unten weiter.
00:51:41: Ich finde das interessant diesen Aspekt eben, wie man da... ... dieses Fehler machen, das habe ich gerade so ein bisschen raus.
00:51:50: Wie kann es eigentlich gehen?
00:51:51: Schule ist irgendwie rots... Also ich fordere mich...
00:51:53: Nee, Schule ist nicht rots!
00:51:54: Hast du so nicht
00:51:55: gesagt?!
00:51:55: Ja, ja,
00:51:55: nee, Gottes Willen.
00:51:57: Und stimmt ja auch überhaupt nicht.
00:51:58: Es gibt und das wollte ich ja vorhin noch mal sagen, es gibt fantastische Lehrer die von früh bespätzt sich da rein knien.
00:52:03: Definitiv,
00:52:04: ja für das Wille.
00:52:05: Und
00:52:05: bei denen kriegt es aber
00:52:06: dann...
00:52:06: Das kriegt dann so einen, wo ich jetzt hinwollte warum mir dieses Feld Sport irgendwie was ausgespielt hat, also ein Sportcharakter.
00:52:11: man wird dann wie so'n Verein, man wird irgendwie eine bandende Mannschaft fast ... eine Mann- oder Frauenschaft und geht dann gemeinsam durch ein Thema.
00:52:19: Also ich
00:52:20: würde ihn gerne aufnehmen, den du mir gerade hier hinlegst... Ja bitte!
00:52:23: Ich würde ihn gern aufnehmen weil ich das genauso sehe wie auch Jan Oni.
00:52:27: So also ich seh die Oni wirklich auch als.
00:52:30: ich bin total froh, dass ihr machen darf und dass ich hier dabei bin.
00:52:35: und seht es genau so aus diesem Sportscharakter und nehmt die Metapher des Fußballs auf.
00:52:41: Und sag so, welcher Verein sind wir?
00:52:45: Welche Liga spielen wir?
00:52:46: Okay.
00:52:47: Ich habe ja schon mal hier den Professor bei uns für Medien, Krypto... Ich kann jetzt nicht drauf.
00:52:55: Lux!
00:52:56: Genau.
00:52:57: Unsere Söhne haben zusammen Fußball gespielt und Herr Lux kann auch an dir vorbei gehen auch wenn du schon zehn Mal gesehen hast.
00:53:02: aber es gibt manchmal so Momente da stehst du daneben und ich bin hin zu ihm.
00:53:07: ... das weggelassen mit Professor und sie.
00:53:10: Und sagt, du sagst mal ganz ehrlich wenn die Bauhaus-Uni in Fußball vereinen wäre... ... so und hab ihn so drauf angesprochen.
00:53:15: Ich dachte
00:53:16: was sagt der jetzt?
00:53:18: Und dann sagt er so, ja mindestens hoffenheim!
00:53:21: Hoffenheim?!
00:53:21: Genau.
00:53:22: Denn nicht ohne Grund haben wir uns für vier Millionen diesen Bauder hengesetzt und ... ... dacht wow gelb die Metapher zieht.
00:53:28: Gerade Thomas Lux kommt mit dieser Metapharklaue wo ich dachte das kann nicht wahr sein
00:53:33: Okay, ja.
00:53:34: Und dachte schon gut die funktioniert so.
00:53:36: und das habe ich dann Ziemann gefragt als können wir mit dieser Metapher arbeiten und so.
00:53:44: Und was sagt er?
00:53:44: Er sagt auch...
00:53:45: Ja ne, der hat jetzt nicht keinen Verein gesagt.
00:53:47: also wir beide sind Bayern Fan.
00:53:50: Wir
00:53:50: beide sind Bayon Fans aber er hat jetzt das Beispiel nicht so direkt gebracht.
00:53:54: aber die Metaphe, wo sind wir denn jetzt in welcher Liga?
00:53:58: Das antwortet mir keiner richtig ehrlich.
00:54:01: Ich find das spannend.
00:54:03: Im Präsidium haben wir tatsächlich schon drüber nachgedacht, wer wir eigentlich sind und da hieß es eben drum, wir müssen uns nicht vormachen!
00:54:08: Wir sind nicht Bayern
00:54:09: München.".
00:54:12: Und dann sagen wir aber, wir wollen's werden?
00:54:14: Und dann haben wir gesagt, eigentlich ist das Blödsinn.
00:54:16: Wir werden es ja sowieso nicht.
00:54:17: Also was soll... Wir wollen es werden und in Wirklichkeit, wenn wir ehrlich sind ...wir wollen es nicht werden.
00:54:22: Ich hab keine Ahnung, ich bin ja nicht
00:54:25: in
00:54:25: dieser Politik angeschlossen,
00:54:26: was da läuft oder so.
00:54:27: Irgendjemand
00:54:27: saßte dann so etwas wie Freiburg?
00:54:33: Ich habe sowas gesagt, erster FCN.
00:54:35: Das kommt daher aus Nürnberg kommen.
00:54:37: aber das ist natürlich jetzt so ein bisschen.
00:54:39: möglicherweise stimmt es sogar mehr als ich mir lieb war.
00:54:44: Der FCN ist ja so einen Ausbildungsverein da werden junge Kräfte angezogen und wenn dann später ganz woanders was und teuer gekauft und der Club selber kommt gar nicht mehr voran.
00:54:54: gleichzeitig aber erzählt sich der Club die ganze Zeit dass er eigentlich Rekordmeister ist und Traditionsverein und alles Mögliche an der Vergangenheit auf und wir haben ja mit Bauhaus auch ein bisschen so einen Feld manchmal sagen, wir sind doch das Bauhaus.
00:55:08: Aber da könnten wir dran arbeiten denke ich manchmal.
00:55:11: Dann sagten plötzlich welche Sankt Pauli?
00:55:14: dann habe ich gedacht dazu sind wir überhaupt nicht punk genug.
00:55:16: also das weiß sich nicht ob wir wirklich Sanktauli sind.
00:55:19: vielleicht sind wir ein verrückter Haufen aber sind wir so punk?
00:55:24: Warte mal wenn man jetzt Sankte Paulie bewährt hat ein gutes Marketing immer
00:55:30: Genau.
00:55:30: Wir haben gut, das sind eigentlich so ein Werberverein... Und
00:55:33: die engagieren sich ja auch?
00:55:35: Die haben ja auch politische soziale Projekte
00:55:37: und so weiter.
00:55:37: Ja aber das kann man ja auch als Konzept machen.
00:55:39: Das
00:55:39: ist
00:55:40: jetzt unbedingt so, weiß ich nicht, das gehört dazu.
00:55:43: Sankt Pauli mittlerweile dazu wie zu Schalke, das Felddienstbier oder was will ich so.
00:55:47: Weiß ich gar nicht mehr ob das so vom...
00:55:48: Ob wir sowas sein wollen?
00:55:50: Weil
00:55:50: gerade Sanktauli Conny Lippmann zum Beispiel hat gesagt, Schwusein ist nicht abendfüllend!
00:55:54: Also das weiss ich nicht.
00:55:59: Ja, könnte man sagen.
00:56:00: Aber das ist eine geile Metapher.
00:56:02: Wer springt drauf an?
00:56:04: Genau!
00:56:05: Es geht ja gar nicht darum jetzt zu sagen wir finden es am Ende raus.
00:56:08: aber dass man so mit verschiedenen Vereinen immer wieder guckt... Das ist sowieso ein Spiel, wer von den Avengers bin ich, wer vom Schlimpfen und so und wer von dem Fußballverein.
00:56:17: Was bei den Fußballvereinen ganz schön finde, was ich daran ganz schön find' ist da stehen elf Leute aufm Feld und die müssen zusammenspielen und das sind nur die Und dann muss man halt mit dem Spielen, der da ist.
00:56:30: Man kann nicht sagen, ah, der Scheißverteidiger!
00:56:32: Ich spiele nicht mehr mit, ich mach mal einen eigenen Stiefel und dann verlierst du ja das
00:56:35: Spiel.".
00:56:36: Das heißt, du musst eigentlich als elf Leute ... Äh, elf Freunde müsst ihr sein?
00:56:40: Und so weiter... Nee aber die Metapher-Feier ringt jetzt gut.
00:56:43: Ja richtig, aber
00:56:44: warte mal ganz kurz.
00:56:44: Wichtig ist, dass ein Team wird irgendwie.
00:56:46: Wichtig ist es, dass die Spieler alle da sind am Wochenende.
00:56:53: Das würde ich schon eine ganze Menge bringen.
00:56:55: Also auch für das nächste Level, wenn man wirklich mit einer ganzen Mannschaft... Wenn du
00:57:02: den Ball
00:57:03: drüber
00:57:04: spielst musst dann da auch einer stehen und Notfallsymptor auch einer, der sollte dann da oder da sein?
00:57:08: Ja
00:57:09: genau!
00:57:09: Es gab Trainer die haben hier dieses Thema aufgegriffen und es hat ihnen auch die Position gekostet.
00:57:13: also glaube ich habe ich mal gehört die da so ran wollten dass die Mannschaft vollständig ist.
00:57:17: aber war es so?
00:57:19: Okay jetzt kommt genau.
00:57:23: Metaphern sind immer tragfähig oder
00:57:24: nicht.
00:57:24: Genau, genau!
00:57:25: Das ist das Schöne an Metaphern.
00:57:26: Ich finde die eigentliche echte Nerven so.
00:57:27: Aber
00:57:27: drüber nachzudenken finde ich gut.
00:57:29: Ja und?
00:57:29: Ich find's nochmal ganz schön.
00:57:32: Blick auf die Uhr... Wir sind eigentlich fast durch.
00:57:34: Ganz schön dass wir jetzt noch mal auf Metaphen gehen.
00:57:36: Ich fand es nochmal ganz schöner und das wollte ich ja sagen hier nochmal aufnehmen oder würdigen.
00:57:41: Vater sein, Kinder sein, falsche Fehler nicht machen dann so Das fand ich ganz gut, das bin ich jetzt in Resonanz gegangen.
00:57:47: Ich mache jetzt hier glaube ich vierzig Gespräche oder so sind es jetzt die ich immer führe und ... Und da haben wir das jetzt gerade nochmal so ausformuliert, was ich doch bei allen gespürt habe.
00:57:58: Alle fühlen sich ein bisschen... Also in der Rolle der Lehrpersonen fühlen alle doch sehr verantwortlich für die Studierenden und eigentlich ganz ähnlich wie du es jetzt gerade fürs Vater sein beschrieben hast.
00:58:08: Ich will nicht dass sie dieselben Fehler machen wie ich.
00:58:10: Ich will dass die auf einen guten Weg kommen.
00:58:12: Ich fühle mich für die verantwortlichen.
00:58:14: Die können eine ganze Menge Unheil anrichten, die Studieren und ich will hier als Universität einen Ort schaffen, an dem das alles gut geht finde ich ne schöne.
00:58:23: Also finde ich so eine schöne Schöne Engführung für das, was wir hier als Verantwortung zum Teil annehmen müssen.
00:58:28: Als der Person?
00:58:30: Ja ja klar!
00:58:33: Das sollte man schon so.
00:58:34: als Grundsätzliches... also in meiner Ausbildung zum Kaufmann für Audioviselle Medien hatte ich Udo Happel.
00:58:41: Das war ein Produzent aus Babelsberg, war Produktionsleiter und Großer.
00:58:47: Der hat gesagt, als Erstes hatte er gesagt und vergessen Sie nicht sie haben es immer mit Menschen zu tun.
00:58:52: Von dieser Ausbildung ist bei mir nicht viel Kleben geblieben.
00:58:54: Aber dieser Satz, das fand ich schon ... Der ist so banal und trotzdem so wahr weil am Ende klar.
00:59:01: aber ich finde schon dass wir hier jetzt irgendwie schon aufpassen müssen, dass wir diese jungen Leute behalten, dass sie wirklich gerne weiter hin zu uns kommen und dass wir denen so viel mitgeben, dass man in die zweite Liga im Momentestens aufsteigen können.
00:59:21: Sehr schön!
00:59:21: Das nehmen wir mal mit.
00:59:22: Schönen Schlusswort Steven, ich danke dir für das schöne Gespräch.
00:59:25: Gerne!
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