Zwei Jahre Magie und Handwerk– Ein Zwischenfazit

Shownotes

Zwei Jahre "Zwischen Magie und Handwerk" liegen hinter uns. In dieser Episode blickt Simon Frisch gemeinsam mit der Produzentin des Podcasts Nicole Baron auf den Podcast zurück und wertet diesen aus.

Unser Host: Dr. Simon Frisch ist Vizepräsident für Lehre und Lernen an der Bauhaus-Universität Weimar und er leitet die Dozentur für Film- und Medienwissenschaft. Er interessiert sich besonders für die spezifische Praxis der Theorie und für die ostasiatischen Wegkünste sowie die Spaziergangswissenschaft als Perspektive und Methode in Lehre und Forschung.

Mitwirkende: Host: Simon Frisch Sound-Design und Schnitt: Jonas Rieger, Moritz Wehrmann Musik: Sebastian Lederle Artwork: Andreas Wolter Ton und Technik: Steven Mehlhorn, Moritz Wehrmann Marketing und Social Media: Claudia Weinreich, Marit Haferkamp Juristische Beratung: Laura Kister Transkript: Natalie Röhniß Produzentin: Nicole Baron Distribution: Ulfried Hermann, Jonas Rieger

Folgenwebsite: www.uni-weimar.de/lehre-podcast

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00:00:00: zwischen Magie und Handwerk.

00:00:12: Ein Podcast der Bauhaus-Universität Weimar.

00:00:16: Mein Name ist Simon Frischu, ich spreche hier mit Lehrenden aus allen Bereichen unserer Universität über Lehre und Lernen, ihre Erfahrungen und Perspektiven.

00:00:29: Die Mikrofone gehen auf zwei Stimmen treten auf die Stimme, die er jetzt hört Die gehört Nikol Baron.

00:00:37: Ihr kennt mich wahrscheinlich vielleicht noch aus der Folge drei, wo mich Simon Frisch mal interviewt hat damals auf der anderen Seite des Tisches sozusagen und die andere Stimme, die gehört heute Simon Frusch.

00:00:52: Ja mein Name ist Simon Frish.

00:00:58: Ich bin in erster Linie jetzt hier als derjenige, der diesen Podcast lange Zeit betreut hat.

00:01:04: Also als Sprecher oder als Dialogpartner?

00:01:07: Als Initiator?

00:01:08: Als derjenig, der eingeladen hat und eingeladene habe ich in der Rolle als Vitepräsident für Lehren lernen und als eine Lehrperson die schon lange Lehrfahrung hat und die eigentlich mit großer Leidenschaft und mit großem Interesse diese Lehre macht.

00:01:21: und immer mit der Frage wie kann Lehre gelingen?

00:01:23: was ist gute Lehre eigentlich, was schlechte Lehre, was Qualität der Lehre?

00:01:29: Ja, vielen Dank Simon!

00:01:30: Dann muss ich mich ja auch noch vorstellen.

00:01:32: Mein Name ist Nicole Baron.

00:01:34: Unsere ganz treuen Zuhörerinnen kennen mich vielleicht schon aus der Folge drei.

00:01:39: Da saß ich mal auf die anderen Seite von Simon und heute habe ich einmal die Ehre diesen Podcast zu moderieren und auf der anderen Seite zu sitzen.

00:01:49: Meine Rolle heute ist die der Podcastproduzentin.

00:01:54: Also da muss ich vielleicht noch dazu erklären, dass unser Podcast eine Teamarbeit ist.

00:02:01: Da steckt eben nicht nur Simon dahinter der hier immer schön vor dem Mikrofon sitzt sondern da gibt es eben auch noch Steven, der unsere Aufnahmen leitet.

00:02:11: Es gibt Jonas, der schneidet der Sachen auf die Podcast-Plattform hochlädt.

00:02:17: Da gibt es Natalie, die unsere Transkripte schreibt und unsere Show Notes.

00:02:22: Und ich bin sozusagen diejenige, bei der die ganzen Fäden zusammenlaufen.

00:02:29: Simon und ich haben uns für heute etwas anderes überlegt als das übliche Format.

00:02:34: Das erzählen wir euch später gleich noch, weil was genau dahinter steckt!

00:02:39: Aber vielleicht fangen wir einfach einmal mit einem kleinen Einstieg an.

00:02:43: Simon, du hast schon angedeutet, worum es dir bei diesem Podcast zwischen Magie und Handwerk ging?

00:02:50: Wir blicken jetzt auf fast vier Staffeln zurück.

00:02:54: Insgesamt haben wir im Schnitt etwa Vierhundert Zuhörerinnen pro Monat gehabt und insgesamt haben uns schon Zehntausend HörerInnen aus zweiundsechzig Ländern zugehört.

00:03:08: Was war denn deine ursprüngliche Idee zu diesem Podcast?

00:03:13: Und hast du das Gefühl, dass du erreicht hast was du wolltest.

00:03:19: Ja also das ist sehr schön.

00:03:20: ich habe noch vergessen das außerdem heute meinen Schnupfen mit dabei ist.

00:03:25: Also meine belegte Stimme, oder wenn ich ab und zu wusste, wie jetzt zum Beispiel mich reuspern muss.

00:03:31: das hat damit zu tun.

00:03:32: am Wochenende wusste ich gar nicht ob wir es heute machen.

00:03:34: dann habe ich überlegt kann man überhaupt ein Podcast machen?

00:03:36: Wenn man belegtes Stimmen... Das hab' ich eigentlich.

00:03:37: die ganzen Folgen Es sind jetzt glaube ich rund fünfzig mit extra Folgen und so weiter Habe ich immer gedacht auch war ja die Stimme.

00:03:44: plötzlich war das eine Erfahrung wie Schauspieler das oft haben kann ich auftreten, kann ich nicht auftreten.

00:03:50: Und ich selber kenne Wenn ich so höre, die Leute haben irgendwie eine belegte Stimme und ich mache mir dann immer Gedanken.

00:03:55: Haben die gestern gesoffen?

00:03:56: Sind sie überhaupt bei der Sache oder sowas in der Richtung?

00:03:59: Manchmal klingt der Erkältung auch ein bisschen wie ein Kater habe mich aber entschieden das machen wir weil die ganze Anlage dieses Podcasts zu machen ist dann auch zu einem Audio Projekt geworden.

00:04:13: Aber ganz ursprünglich Zurück zu deiner Frage war die Idee, als ich Vizepräsidentin für Lehre und Lernen geworden bin.

00:04:19: War die Idee die?

00:04:21: Naja... Jetzt ist meine Aufgabe mich zu sorgen um die Lehre an der Bauhaus-Universität.

00:04:28: Und dann habe ich sehr schnell mit der Not, dass ich da ja irgendwie alleine in einem Büro sitze und vielleicht Papiere voll schreibe was ich denke was Lehre ist.

00:04:42: und da ich nun die Lehre verantworten und leiten muss, könnte ich ja sagen okay, ich schreibe jetzt auf was ich für gute Lehre habe.

00:04:48: Und dann verteile ich diese Zettel und schicke sie in die Kappela-Systeme der Fakultäten und dann haben die das alle umzusetzen.

00:04:54: Ich gedacht aber eigentlich ist es ein völliger Quatsch, wieso hab' ich denn eine Schwarmkompetenz?

00:04:58: Es muss ja umgekehrt sein!

00:05:00: Und dachte dann – und da hatte schon sehr viel Erfahrung im Vorfeld weil ich schon in mehreren Runden Kommissionen, wo's um gute Lehren und so weiter Geeingworkshops und so Ich dachte, da habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass der Austausch über leere Lehrpersonen wahnsinnig Spaß macht.

00:05:16: Also wirklich auch großes Interesse erregt und freut mich.

00:05:20: Und man kommt auf viel und ist inspirierend insbesondere!

00:05:23: Und dann war die Idee...ich würde gerne mit den Lehrpersonern an der Bauers Universität sprechen über ihre Leer-Erfahrung um kompetent leiten zu können.

00:05:32: also jetzt in diesem Sinne hab' ich gedacht als Vizepräsident von Lehren Lernen ist das glaube ich gar nicht schlecht wenn ich mit Leuten die Da Fachleute sind, Sprecher.

00:05:41: Dann habe ich gedacht aber Schade... Ich vergesst das ja dann die anderen vielleicht auch.

00:05:47: Schade wenn es interessant wäre für andere und wie teilt man's mit?

00:05:52: Wie kann die Kommunikation gehen und so und so?

00:05:55: Naja und dann ist eben Podcast gerade so ein Format was.

00:05:59: und da kam ich sehr schnell drauf dass ich dachte lass uns das doch als Podcast machen!

00:06:02: Ich nehme es auf.

00:06:03: Zuerst hab' ich gedacht ich nehm´s auf und publiziere es oder sowas und dann halt wieder Druck und Print.

00:06:09: Ich dachte, na wir nehmen es auf und dann kann man's senden.

00:06:13: Und wenn sich jemand interessiert, kann er ja zuhören.

00:06:16: oder wenn man sagt du ich habe da was ganz Interessantes gehört hier in dem und im Gespräch oder wie immer also ist es dann irgendwie da und verfügbar auf eine Art das hat eine mediale Qualität.

00:06:27: und dann kam eben dazu Alles was du auch gerade aufgezählt hast, dann bin ich glaube ich auf euch zugegangen.

00:06:34: oder übers IT-Schnetzwerk kamen wir dann auf diese Leute.

00:06:39: Wie geht das eigentlich?

00:06:40: Und sehr schnell habe ich gemerkt dass es viel mehr Einsatz erfordert, viel mehr Aspekte von Arbeitseinsätzen erfordern so ein Podcast zu machen als einfach nur aufzunehmen und auf einen Knopf senden zu drücken sozusagen!

00:06:56: Dann ist es hörbar in der Welt.

00:06:59: Da habe ich also sehr, sehr viel gelernt über letztlich das Dispositiv.

00:07:03: Das nennen wir in der Medienwissenschaft so als das gesamte, dass der Apparat an Leuten und Agenturen und Personen alle die dazu beitragen.

00:07:11: Medienressourcen, da ist so ein Podcast überhaupt in die Welt kommt.

00:07:16: Und dann haben wir gedacht ja okay keep it simple weil um es kontinuierlich zu halten, also um's möglich zu halten.

00:07:26: Alles was sehr viel Aufwand hat kann in Reibungsverlusten eben auch wieder stecken bleiben.

00:07:32: und dann war sehr schnell ein Prinzip für mich klar wir nehmen das auf.

00:07:37: damit komme ich zurück auf das was ich gesagt habe.

00:07:39: Ich lebe im Kauf dass ich heute diese Stimme hab Wir nehmen das ab und dann ist das auch dieses Klangstück.

00:07:44: Und da hat mich dann Natalie Singer noch bestärkt drin, dass sie sagte nicht schneiden, nicht filtern.

00:07:49: Das ist ein Audio-Stück was ihr produziert und das kann man so machen vom experimentellen Radio mit dieser sozusagen professoral und letztlich auch künstlerischen Perspektive.

00:08:03: im Hintergrund hatte ich den Mut zu sagen Dann machen wir das so oder ist es das Konzept?

00:08:07: Und es scheint mir ja zu funktionieren

00:08:10: Ja und unsere Zuhörerinnen geben uns ja auch recht, die zuhörenden Zahlen.

00:08:15: Und ich kann mich auch noch erinnern als du am Anfang auf uns zukamst da hatten wir doch ein bisschen Widerstand im Team dass sie sagen um Gott das will nicht schneiden!

00:08:25: Wie soll das denn gehen?

00:08:27: Mit den ganzen Reusbarern und Versprechern... Ich muss zugeben ich war sehr skeptisch am Anfang und war dann nach den ersten zwei drei Folgen total positiv überrascht.

00:08:40: Sehr schön.

00:08:40: Ich weiß auch, dass wir da offen und konstruktiv einen längeren Austausch hatten über Mail- und persönliche Gespräche

00:08:46: usw.,

00:08:47: aber das gehört ja irgendwie dann alles dazu.

00:08:50: Genau!

00:08:51: Und du hast ja selber schon erwähnt mit über fünfzig Lehrenden aller Schattierungen gesprochen?

00:08:57: Ja.

00:08:58: Was hat das denn mit dir gemacht?

00:09:00: Hat das bei dir was verändert?

00:09:03: Ja... Also auf vielen Ebenen Persönlich habe ich festgestellt, dass ich eine große Leidenschaft fürs Gespräch hab mit Personen und ich wahnsinnig gerne mit Leuten über längeren Zeitraum im Ingesprächen Sachen entwickle.

00:09:18: Und das müssen gar nicht Leute sein die ich kenne sondern es ist einfach schön wenn man sich verabredet und sagt wir lassen uns jetzt auf ein Gespräch halt.

00:09:25: Jedes der Gespräche das habe ich öfter auch mal gesagt, das klingt auch wie so ne Formel aber jedes der Gespräche war immer das Schönste jeweils in dem Moment wo ich's gefühlt ja geführt haben und so habe ichs gefühelt also geführte und gefühld.

00:09:37: Mit sehr vielen Lehrpersonen habe ich gesprochen, also eben auch Studierende die in Leerverhältnissen stehen oder selber gelehrt haben.

00:09:46: Aber es ging mir um den Kontext leeren lernen und das ist am Endeffekt eine lückenhafte, gar nicht irgendwie konzeptuell sondern wer Zeit hatte hatte Zeit und wann Sendeplatz war so etwa hat man's dann gemacht.

00:10:01: da haben wir uns auch nicht groß aufgehalten.

00:10:04: Jetzt haben wir die Aufnahme gemacht, dann kommen die.

00:10:06: Wir haben immer wieder mal geguckt und lassen uns nach Fakultätenfachgebieten, Gender

00:10:10: usw.,

00:10:11: Statusgruppen.

00:10:13: Da haben wir immer versucht zu gucken, haben uns da aber auch nicht verkünstelt.

00:10:17: Ich habe die Universität kennengelernt als eine und das muss ich wirklich sagen ist eine ganz wunderbare Universität.

00:10:23: Ich hab ganz fantastische Kollegen kennengelernt, Kolleginnen kennen gelernt, Lehrpersonen, ich habe einen Engagement und eine Intensität und eine Leidenschaft im Feld der Lehre kennengelernt, dass meistens nach außen hin immer so ein bisschen unterschätzt kommuniziert wird.

00:10:41: Das wird immer dargestellt als etwas naja man alle versuchen aus der Lehret zu fliehen und so weiter.

00:10:45: den Eindruck habe ich hier in diesen forty fünf Minuten überhaupt nicht gewonnen.

00:10:49: Ich hab immer den Eindruck gehabt ohne mir jetzt da Illusionen zu machen.

00:10:54: also natürlich ist es anstrengend und manchmal froh wenn Lehre ausfällt usw.

00:10:59: aber Das Thema Lehre hat alle begeistert mit denen ich gesprochen habe.

00:11:04: Ich weiß natürlich auch, dass sich einige Anfragen das die unbeantwortet geblieben sind aber zum großen Teil aus Zeitgründen.

00:11:13: also ich denke ich hätte dann doch die Leute mehr oder weniger fürs Mikrofon irgendwann bekommen.

00:11:21: Aber da hab' ich eben gemerkt es gibt bei uns eine Wertschätzung der Lehre.

00:11:24: ich denke, dass das bei uns vielleicht sogar könnte sein, sogar was Besonderes.

00:11:29: Es wurde immer wieder die Bauersqualität auch besprochen.

00:11:32: Da habe ich sehr viel über die Bausuniversität gelernt und ich habe sehr viele über die Zusammensetzung der Kompetenzen, der Perspektiven, der Fächerkulturen und auch deren kommunikatives Potenzial.

00:11:43: Ich nenne es jetzt mal Potenzials weil viel davon ist nicht ausgeschöpft und ich hab auch gelernt dass wir davon eigentlich zu wenig wissen wird.

00:11:51: Wir reden zu wenig darüber, wir stellen uns auch zu wenig dar diesen Schatz an Lehrpersonen und der Lehrkultur die wir haben.

00:12:00: Ganz tolle Herangehensweisen!

00:12:03: In allen Formaten, also auch über Vorlesungen.

00:12:06: Wenn man jetzt, ich sage das deswegen weil dann immer so gedacht hat, ja frontal sind wir da feind und das verteilte Klassenzimmer ist es immer das Tolle.

00:12:14: Nein, das habe ich auch gelernt.

00:12:15: Jedes Format hat seine Hinwendung und wenn's mit der richtigen Intensität und mit dem Formatbewusstsein betrieben und angestellt wird, dann macht es auch Sinn.

00:12:26: Und da ich irgendwie dieses Gefüge hab dass es da doch eine Kultur gibt, die in den Gesprächen natürlich auch entstanden über Lehre, ja vielleicht könnte man sagen das hat vielleicht irgendwas mit Bauhaus.

00:12:41: Wir wollen ja da auch unsere Identität haben und es macht ja doch noch der Stelle irgendwie Sinn.

00:12:45: aber vielleicht ist das was Bauhausmäßiges dass wir immer auch das Formatbewusstsein die performative, die Infrastruktur, die Konstellation usw.

00:12:57: mitreflektieren und mitdenken können.

00:12:59: Vielleicht ist das etwas Besonderes

00:13:01: Ja, also ich bemerke das auch an mir selber als Zuhörerin deiner Folgen.

00:13:06: Also ich treffe dann Menschen die ganz tolle Formate entwickeln und... Ich meine, ich beschäftige mich den ganzen Tag damit innovative Lehre voranzubringen und da denke ich mir immer wow!

00:13:20: So was gibt es bei uns in der Universität?

00:13:22: und wieso kenne ich diese Person nicht?

00:13:26: Ich glaube, die muss ich jetzt mal ansprechen.

00:13:27: Und vielleicht kann ich ja als Hochschulddidaktikerin noch was lernen von dieser Person?

00:13:32: Also das finde ich ist wirklich ein ganz großer Schatz und davon können wir alle profitieren.

00:13:40: Das ist ein ganz schöner Effekt!

00:13:41: Das war auch so ein bisschen ... Irgendwann habe ich gemerkt... Das habe ich am Anfang nicht alles gewusst, dass das alles passieren kann.

00:13:47: Aber irgendwann habe ich schon gemerkt wenn die Leute so kamen wir haben ja ganz tolle Kollegen und ganz tole Kolleginnen wo ich dann dachte achja das ist ja auch noch ein Effekt also dass man quasi sich begegnet auf der Ebene des Podcasts und dann kann man hier anfangen sich wie du eben gerade sagst anzusprechen und plötzlich zu merken Wir haben da ein großes Kompetenzfeld.

00:14:04: Noch was ist mir aufgefallen das habe ich glaube ich an manchen Stellen auch immer wieder gesagt Ja, in den Randbemerkungen oder den Paratechsen um den Podcast selber herum.

00:14:15: Das ist doch meiner Ansicht nach für diejenigen, die lehren nicht immer schon eine kompetente Sprache oder Artikulationsform gibt, indem man eigentlich bewusst beschreiben kann was man da kann wenn man lehrt.

00:14:30: Was können wir da eigentlich?

00:14:34: was Lehre ist.

00:14:35: Und deswegen eben dieser Titel vielleicht auch zwischen Magie und Handwerk, also wo man eben so nicht alles wirklich beschreiben kann – und vieles davon aber doch auch handwerklich bescheidbar is'.

00:14:46: Und hast du denn das Gefühl, dass hat etwas mit deiner Lehre gebracht?

00:14:55: Das ist eine interessante Frage weil ich als Vizepräsident für Lehrendlerne nicht so wahnsinnig viel mehr leere!

00:15:01: Also jetzt mal deswegen diese Pause.

00:15:05: Wo ich so dachte, stimmt eigentlich... Ich habe nicht so viele Momente gehabt, wo ich dachte, gute Idee das mache ich jetzt auch.

00:15:15: Also wo ich das ganz konkret gedacht habe.

00:15:18: Ganz oft habe ich gedacht Mensch total toll!

00:15:20: Ich würde unbedingt gerne mit der oder der Person mal gemeinsam Seminar machen.

00:15:24: Habe ich mir also auf mehreren Ebenen schon auf ein Zettel oder gemeinsam in eine Lehre gehen oder sich da mal besuchen oder kreuzen über verschiedene Formate nachgedacht.

00:15:34: Hier und da sind auch Sachen schon passiert, wo man gesagt hat.

00:15:38: Aber wenn du mich jetzt so fragst, so ganz bewusst habe ich nicht wirklich eine Liste und das habe ich auch nicht wirklich im Bewusstsein aber meine Seminare die viel weniger waren es natürlich, aber die ich während des Vizepräsidentenamtes in den letzten zwei Jahren gemacht hab.

00:15:54: Da ist schon eingeflossen was sich hier immer so erfahren haben Und was wir hier erörtert haben.

00:16:00: also Wir haben zum Beispiel sehr viele über Formen, dass wie kann man eigentlich das was man lernt sichern oder abfragen oder für sich reflektieren oder wiederherstellen.

00:16:16: Ist ja irgendwie so die Hauptkunst, dass man also das Gelernte als Studierende irgendwie für sich noch mal reflektiert und ein Feedback drauf gibt oder sowas.

00:16:28: Wie kann man das machen?

00:16:30: Welche Formate gibt es dann?

00:16:31: dieser ganze Bereich wo den man auch Prüfung nennt Aber das muss ja nicht immer das sein, was man als erstes denkt vom Prüfungsformat her.

00:16:39: Und da habe ich sehr viele Impulse eigentlich empfangen wie man also quasi dieses Abprüfen oder dieses Feedback geben im Lehrprozess.

00:16:49: doch das muss ich schon sagen und da hab' ich ein ganz wunderbares Seminar jetzt gerade im letzten Wintersemester gehabt wo ich schon sage würde zu deiner Frage passend Da habe ich enorm viel mitgenommen glaube ich aus dem da ist vieler Sympathias eingeflossen

00:17:03: Und du hast schon über die schönen Momente und die spannenden Momente gesprochen.

00:17:07: Gab es denn so ein paar Highlight-Momente, wo du sagst, das werde ich auch in dreißig Jahren noch erinnern?

00:17:16: Das ist irgendwie was ganz Besonderes, das hat dich einfach bewegt!

00:17:24: Ja also... Ich habe ja schon gesagt dass ... dass jedes Gespräch eigentlich jemand, und das ist ja nun auch eben... Das ist nun tatsächlich so.

00:17:33: Highlights waren eigentlich immer die Momente in denen sich plötzlich was gewendet hat oder ich muss es mal so beschreiben.

00:17:41: Vielleicht muss ich überhaupt die Frage ein bisschen wenden?

00:17:44: Das habe ich ja auch über den Leuten aufgefordert.

00:17:47: wenn ihr nichts anfangen könnt mit der Frage dann müsst ihr sie wenden oder eine Gegenfrage stellen oder sagen interessante Frage, ich antworte einfach auf etwas anderes.

00:17:54: Nee, tatsächlich Highlight So hast du es ja auch gar nicht gefragt, wie ich das jetzt verstehen müsste, damit ich dich nicht antworten könnte.

00:18:04: Ich versteh's mal so, dass ich antwort'n kann!

00:18:06: Highlights waren immer die Momente wo... und da gab´s wirklich in jedem Gespräch, das war wirklich faszinierend.

00:18:12: Wo ich dann irgendwann das Gefühl hatte, jetzt habe ich eine Gänsehaut weil sie gerade richtig intensiv wird Und das war eigentlich das Haupthighlight.

00:18:19: Das ist vielleicht das was ich am stärksten gelernt hab.

00:18:21: Schön jetzt mal so gefragt zu werden Weil ich jetzt überhaupt öfter drauf komme, was da eigentlich alles war.

00:18:27: Manchmal ging es so los am Anfang und man muss ja erstmal überhaupt hier, also wir stehen jetzt hier an diesem Tisch.

00:18:32: Und dann muss man erst mal drauf kommen.

00:18:33: wer bin ich jetzt hier?

00:18:35: War ganz interessant.

00:18:37: gerade am Anfang als du die Interviewperson bist und ich der befragte habe ich auf einmal gemerkt was mag jetzt kommen?

00:18:44: und das war zum ersten Mal dass ich dieses Gefühl hatte Ah ja, so hat sich das also immer angefühlt für die anderen.

00:18:51: So oder ähnlich dass ich da stand?

00:18:54: Ich wusste ja schon heuer und die Anderen so keine Ahnung ob ich über forty-fünf Minuten was zu sagen habe.

00:19:01: Das war jetzt bei mir auch ein kurzer Gefühl wo ich dachte hey!

00:19:03: Jetzt hab' ich genau dieses gleiche Gefühl Und so geht es meistens dann eben los.

00:19:07: Mit wer bist du, was machst du so?

00:19:09: Wo kommst du her und plauderplaudert?

00:19:10: Dann gewöhnt man sich dran.

00:19:12: Ich stehe ja am Mikrofon und da gab es so Momente wo ich immer wieder dachte, ja ich muss jetzt mit der nächsten Frage weiter ins Gespräch kommen bis irgendwann und das gab's wirklich bei jedem Gespräch.

00:19:23: So man so sagt, das ist ja interessant!

00:19:25: Übrigens, da fällt mir ein... Das war interessant, da habe ich dann immer Gänsehaut bekommen.

00:19:29: Es gab in jedem Gesprich einen Gänesehaut Moment wirklich in jedem Und das war immer das Highlight.

00:19:36: Ja, ich finde, dass spürt man auch.

00:19:38: Das kommt auf die Seite der Zuhörerinnen dieser Momente.

00:19:44: Ich finde, das spürte man richtig und wo man dann auf einmal... dass die Lautsprecher lauter macht.

00:19:51: Jetzt

00:19:51: muss ich mal kurz anhalten mit meinem Hausputz und hören, was der Sion und Person X miteinander stricken.

00:19:58: Da entsteht jetzt etwas!

00:20:00: Und da bin ich fast wieder bei der Idee die Magie des Lehrens.

00:20:04: und genauso gibt es diese magischen Momente... ... im Podcasting, wo dann auf einmal zwischen den zwei Personen etwas entsteht.

00:20:12: Was mehr ist als die Summe der Einzelteile?

00:20:14: Das ist total schön dass man das auch... Dass du dir jetzt das als Hörerfahrung sogar widerspiegelt.

00:20:20: Weil das wusste ich natürlich nicht!

00:20:21: Ich habe es immer empfunden und ah ja, da überträgt sich das sogar toll.

00:20:26: Ja, schön.

00:20:26: Und das ist wirklich ein Highlight.

00:20:28: also klasse.

00:20:30: Ja.

00:20:32: Simon wir sind aber auch aus einem ganz konkreten Grund hier.

00:20:35: Wir wollen so eine Art Zwischenbilanz ziehen gemeinsam und ich habe am Anfang schon angeteasert, dass es eine Veränderung geben wird.

00:20:46: Ja wir werden den Kanal auf jeden Fall auch weiter nutzen.

00:20:49: aber vielleicht magst du erzählen wie du dir das vorstellst wie's jetzt weitergeht?

00:20:54: Das ist wirklich ganz schön.

00:20:55: also wir kamen ja da ins Gespräch.

00:20:57: Wie kanns weitergehen?

00:20:59: letztlich auch Ressourcen laufen aus Personen wechseln.

00:21:02: Du hast ja schon aufgezählt wie viele Leute daran beteiligt sind und man kann es jetzt mit der Intensität möglicherweise nicht mehr betreiben.

00:21:09: Es ist ein bisschen add-on, und dann ist das auch tatsächlich so... Kommen ganz viele Sachen, kamen so angerobt eher noch auf der Ebene des Gespinstes oder so wo ich dann auch dachte ja jetzt kann man den, wen denn noch?

00:21:24: Jetzt kann man doch den.

00:21:25: und immer über leeren lernen und so.

00:21:27: und in manchen Gesprächen hat sich schon angedeutet Aber auch gemerkt, dass ich immer wieder mal gefragt habe was ist eigentlich die Zukunft der Universität?

00:21:36: Ist die Universität eine Institution gerade in der Krise.

00:21:40: Dann sind wir am Bau des Universitäts.

00:21:42: jetzt also wir Wir sind jetzt hier Anfang März in diesem Gespräch wo wir das aufnehmen Das wird wahrscheinlich zu einem anderen Zeitpunkt gesendet Sind wir grade.

00:21:52: Ich würde sagen wir haben einen hohen Kommunikationsbedarf Haben aber nicht wahnsinnig viele Kommunikation Kanäle in denen der Austausch gelingt oder gelingen kann, insbesondere das Gespräch.

00:22:03: Das Meer tut als Information zu verteilen also das Gesprächen wo man sagt wir sind jetzt miteinander im Gespräch lernen einander kennen bedürfe Bedürfnisse unsere eigenen auch lernen und selber kennen welche Rolle wir hier spielen spielen können unter welchen Bedingungen wir hier arbeiten können oder nicht mehr usw.

00:22:23: Das ist alles so über die Jahreswende, also wir sehen es Anfang März sechsundzwanzig.

00:22:26: Über die Jahres-Wende alles gekommen.

00:22:29: dann kommt die KI.

00:22:30: Diskussion die schon sehr lange am Laufen in den Gesprächen mit Studierenden höre ich sehr viel über Bedürfnisse und Bedarfe von Universitäten.

00:22:39: Dann gibt das diese Presence remote Diskussionen.

00:22:44: warum soll man nach Weimar kommen oder nach München oder nach Berlin?

00:22:47: Oder warum studiert man nicht an der Universität wo man von zu Hause aus Diese ganzen Dinge, also deswegen habe ich gesagt gespinzt.

00:22:54: Das sind überhaupt gar nicht systematisch.

00:22:56: aber diese ganzen Fragen übereinandergelagert überlagern auch so ein bisschen die Frage, die ich am Anfang eben hatte gelingende Lehre wurden noch relativ viel voraussetzung da waren nach Naja es gibt ein Studium Es gibt eine Lehrveranstaltung und im Grunde mehr oder weniger hat sich mir schon so vorgestellt wie Kinderbuch Da ist eine Lehrperson im Raum und das sind Belehrte oder Zubilärende im Raum, wie auch immer in einem Raum über den oder den Zeitraum.

00:23:24: Und dann ist es irgendwie so... Es gibt ein Stoffenmaterial relativ schematisch am Ende doch.

00:23:30: Vielleicht ist auch Ergebnis dieser Fünfzig Gespräche drauf gekommen zu sein dass das eben doch ganz anders ist?

00:23:35: Also es ist ja auch ganz anders obwohl ich selber als Lehrperson auch immer wieder gemerkt habe, dass es anders ist.

00:23:40: aber gut!

00:23:41: Ich würde sagen, die Universität steht gerade sehr infrage in ihrer klassischen Form.

00:23:46: Sie hat auch große Krisen gerade also auch Prüfungskultur und so weiter.

00:23:50: Auch die Formate, in denen wir unsere Sachen verfertigen abgeben usw.

00:23:57: Und das alles zusammenkommt ist eben wie kann man jetzt... Wie kann es gelingen dass diese Fragen, was da so ansteht?

00:24:06: Was uns gerade irgendwie umtreibt und interessiert mit dem Projekt, was wir jetzt angefangen haben.

00:24:14: Mit diesem Podcast-Format oder mit einem Format irgendwie verbunden werden, wo man sagt vielleicht kann man das ja nutzen.

00:24:22: also anstatt den Podcast aufzuhören und dann erstmal nichts anderes zu machen.

00:24:27: Kann man vielleicht das, was gerade da ist nutzen auch den Kanal und es gibt jetzt irgendwie so aha die Reden der Uni Und dann eben in diese Vervielfältigung von Fragen gehen oder von Themen.

00:24:42: Da wird sich vielleicht auch das Personal ändern, da werden vielleicht... Das war sowieso mal eine Idee ob der Podcast sich auch nicht... Es gibt ein paar Sondersendungen wo andere Hosts, Gasthosts und wie immer dann sind Und da sind wir gerade dran und interessanterweise hat sich mit Nathalie Singer dann auch nochmal, mit dem experimentellen Radio das Gespräch ergeben.

00:25:03: Das Bauhaus FM also das Radio hier die Initiative und auch das Radio Studio ja eigentlich schon mal mehr genutzt war.

00:25:11: ich drück's mal so aus und so kommen grade so Sachen zusammen und ich mag es immer ganz gerne dass man mit einer Frage durch die Welt geht und eher die Frage hat.

00:25:21: also die Frage öffnet ja Blick Ohren Nase alles öffnete Sinne noch ohne Suchfigur, also noch ohne im Sinn von Ich suche ein so und so.

00:25:31: Sondern diese vielfältigen Fragen die ich jetzt gerade so wage zusammengetragen habe, die bilden so einen Konzert noch ohne konkrete Gestalt.

00:25:41: aber dann kommt jetzt auf einmal das Radio von Natalie Singer und jetzt entsteht grade... Dann hab' ich von der Initiative Studentische Initiative den Podcast machen.

00:25:52: Soll es ein bisschen darum gehen, wie fühlt sich Studieren eigentlich an?

00:25:54: Find ich total interessant.

00:25:56: Das Studierende miteinander darüber reden und uns teilhaben lassen möglicherweise also andere Uns die quasi bei dem Gespräch erst mal nicht von vornherein dabei sind Teil haben lassen in Form eines Podcasts.

00:26:11: Ich glaube wir brauchen solche mutigen Formate jetzt auch.

00:26:13: Wir brauchen Ermutigungen Und irgendwie Jetzt war gerade was immer so.

00:26:17: Was kann gute Lehre sein?

00:26:19: Irgendwie kann sich das transformieren in irgendwas, was jetzt vielleicht darin dann auch eine politische Funktion bekommt.

00:26:24: In dem Sinn dass wir als Universität Ermutigungsformate haben, wo wir sagen da könnte ein Sende-Format daraus werden, wo dann eingeladen wird.

00:26:34: Nimmt mal teil, denkt mal mit, stellt euch vielleicht auch ans Mikrofon.

00:26:38: Es ist ein uraltes Ding mit Radio Sendung, Broadcast

00:26:42: usw.,

00:26:43: Bürgerradio und es kommt ja alles daher.

00:26:45: aber ob man das Das fände ich gerade sehr spannend und da sind wir auch grad dran.

00:26:49: Gibt es verschiedene Akteure, die in diese Richtung denken?

00:26:53: Genau!

00:26:53: Und das ist ja gerade in diesem kritischen Moment jetzt ganz besonders wichtig... alle miteinander in Kontakt bleiben.

00:27:01: Und ich finde, es gibt ganz tolle Formate die wir schon haben Town Hall Meeting Es gibt Gruppensitzungen von verschiedenen Akteurinnen an der Uni und Ich finde aber unser Podcast hat so eine ganz spezielle Atmosphäre einfach dadurch dass es so intim ist.

00:27:16: Wir haben meistens ein Interview führenden Ein bis zwei Gäste Es gibt einfach ganz viel Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

00:27:27: Oder wie würdest du das sagen?

00:27:29: Das mit der Zeit ist glaube ich ein ganz wichtiger Aspekt.

00:27:32: Deswegen habe ich vielleicht gerade gesagt es gibt nicht so Formate aber du hast natürlich recht.

00:27:37: Aber wo wir Zeit haben, Intimität also diese reduzierte Kreis wo man dann auch die Zeit hat gemeinsam etwas solange miteinander zu erörtern, dass man eben über das Austauschformat, also Schlagabtausch oder sowas.

00:27:51: Das ist jetzt ein bisschen.

00:27:52: aber wo man als Position austauscht, dass es eigentlich auch die Erfahrungen sind wahrscheinlich auch der Gänsehautmoment jeweils, wo man dann plötzlich anfängt zu sagen ah!

00:28:02: Jetzt fangen wir an eineinander zu verstehen und gemeinsam weiterzu.

00:28:08: Das könnte sein ja interessant ich habe natürlich nicht alles im Kopf was der Podcast mit der Intimität und dieser konzentrierten Form Dieses Potenzial, das hatte ich so noch nicht im Bewusstsein gehoben.

00:28:18: Aber klar, für forty-fünf Minuten hat man Zeit, zueinander zu kommen.

00:28:22: Ja und ich finde dann entsteht eben auch also einmal durch diese Zweisamkeit, Dreisamigkeit und die viele Zeit entstehen dann diese magischen Momente wo dann eben was auf einmal klick macht und man redet über ein Thema was man vorher gar nicht abgesehen hat und dann entstehte da etwas was man nicht erwartet hat

00:28:43: Genau in diese Richtung, vielleicht... Also das ist so ein bisschen die Hoffnung.

00:28:46: Vielleicht geht es in sowas?

00:28:49: Wenn man sich die Kulturgeschichte anschaut oder Politik oder so immer wenn sie was verändert hat oder wenn irgendwas gestaltet wurde, ist es meistens so dass eine ganze Zeit lang ne bestimmte Gruppe von Menschen intensiv und sehr regelmäßig miteinander im Austausch war.

00:29:02: also findet man eigentlich fast immer, dass da eine Zeit lang meistens manchmal sind's ein paar Wochen halbes Jahr oder so nicht über Jahrzehnte Aber diese Intensität hat da meistens irgendwie was, daraus sind dann irgendwelche Bewegungen entstanden.

00:29:14: Also in der Kunst weiß ich es.

00:29:16: Datasismus nehmen, Surrealismus oder die Impressionisten... Oder eben mich habe ja im Film als Filmwissenschaftler in der Nouvelle-Wagg die haben sich also die ganze Zeit miteinander beschäftigt und haben dann irgendwann andere Filme gemacht.

00:29:29: So eine kritische Masse und eben auch eine Intensität erzeugt und sowas.

00:29:35: Da bin ich eigentlich ganz hoffnungsvoll weil aus meinem Podcast die Erfahrungen gemacht haben, es gibt großes Interesse miteinander zu sprechen.

00:29:44: Ja das ist vielleicht dann jetzt auch ein guter Moment um so ein bisschen den Bogen zu spannen und nochmal ja wirklich ganz konkret darüber zu sprechen.

00:29:53: wie soll's jetzt weitergehen?

00:29:55: Also es wird so sein dass ich aus dem Podcast konkret ausscheiden werde auch Jonas und Natalie einfach aus Ressourcen gründen und Simon wird es mit anderen Partnerinnen weitermachen Und wir möchten gerne diesen Kanal weiter benutzen und auch weiterhin Interviews hier führen.

00:30:15: In

00:30:15: kleinen Gruppen ein bis zwei Personen, genau.

00:30:20: Und was denkst du?

00:30:22: Hast du das Gefühl es geht weiter um die Magie und das Handwerk des Lehren- und Lernens oder hast du das

00:30:30: Ja das sind wir noch nicht, dass wir so konkret schon sagen können wie es weitergeht.

00:30:35: Ich bin jetzt erstmal sehr dankbar, das hatte ich sogar nicht gedacht und angelegt, dass ihr das Format Staffeln eingeführt hattet weil dadurch kann man jetzt eben sagt, das waren jetzt Staffeln und die haben in sich eine eigene... Und das ist jetzt sehr dankbare.

00:30:50: Jetzt kann man also quasi neue Staffeln andere Staffel neu behältern usw.

00:30:55: In den selben Kanal reinsetzen.

00:30:57: Das ist super.

00:30:58: Sonst wäre das ja einfach so eine Reihe und wir machen ab jetzt was anderes, ich hatte immer gedacht Gesprächsreihe mit Open-End.

00:31:03: aber jetzt kann man das genauso nutzen neue Staffeln aber im selben Kanal oder andere Formen, Staffel fünf hat eine andere Perspektive.

00:31:11: Ich kannte das alles so gar nicht, da viel versierte in der Podcastkultur dass es viele Podcast machen.

00:31:18: diese Ermutigung fand ich ganz gut weil Auch in der Phase nachgedacht habe ich ja gut, wenn wir jetzt mit Bau aus FM also da haben wir eine Infrastruktur wo wir auch damit arbeiten können.

00:31:28: Vielleicht wird es eine Radiosendung vielleicht wird's ne Sendung die dann als Podcast hier.

00:31:33: Wir haben dann auch eine andere Studiostituation möglicherweise.

00:31:36: Also Steven Mellon hat schon zugesagt dass er das weiter unterstützt des Projekts.

00:31:39: Das ist natürlich toll weil wir von der Aufnahmeseite einfach diese Unterstützung haben.

00:31:44: Das ist einer der wichtigsten Ressourcen an dieser Stelle.

00:31:47: Wer nimmt das Zeug auf?

00:31:50: Und ich denke, das entwickelt sich.

00:31:53: Ich bin ins Gespräch gekommen mit von Radio Lotte, mit Juli Niedergesäß die dort eine Sendung macht, mehrere Sendungen macht viele Musik-Sendungen aber auch immer wieder Interviews, Gespräche macht Leute anschreibt, sagt wollt ihr nicht nach Radio Lotto kommen?

00:32:12: Also ich habe mich mehrfach schon als Dozent mal zu dem oder dem Thema eingeladen und Mich hat das Fasziniert, die mir so eine ganz gelassene, easy Art zu machen.

00:32:26: Was mich daran fasziniertert war, dass dieses simple Format eben möglich gemacht hat, dass sie es halt einfach macht.

00:32:35: Die geht da nicht groß mit Aufregung rein und nimmt sich nicht viel vor

00:32:37: usw.,

00:32:39: sehr gechillt oder gelassen aber dann... Und kriegt dadurch einen eigenen Stil.

00:32:45: Sie hat mich gefragt ob Wir da nicht an eine Podcast-Reihe, ob wir mit Radio Lotte vielleicht dann denken.

00:32:51: Mit Natalie Singer wollen wir jetzt im Sommer ein Projekt machen.

00:32:54: also jetzt ist März ich weiß nicht wenn die Sendung kommt läuft es vielleicht schon.

00:32:57: Wir haben das Stichwort Flurfunk genommen, Flurfunk d.h.

00:33:00: auch andere kennen es unter Buschfunk also so wo dann vielleicht Formate entstehen wo man ebenso sagt dass was man so hört hört man dann auch so aber alle sind von im radio oder sowas.

00:33:12: Dann

00:33:12: kann man das ja diskutieren.

00:33:13: Ein bisschen

00:33:13: basteln?

00:33:14: Genau genau Solche Sachen, also dass man in diese Richtung fährt.

00:33:20: Wir suchen gerade aber was grade ganz schön ist das dieses... Also ich bin da auch ein bisschen wachsam weil das Konzept war ja relativ klar Und diese Klarheit hat eben auch eine Stabilität gegeben und gleichzeitig eben sehr viel Raum geöffnet.

00:33:37: Ich vergleiche das immer mit, also dadurch war viel Freiraum da, weil es so klar ist – forty-fünf Minuten wird nicht geschnitten, Dschingel so und so.

00:33:45: Als dann alles gesetzt war zwischen Magie und Handwerk und ich lade ein Vizepräsident und dann kommt da jemanden, wir reden forty fünf Minuten über leeren Lernen.

00:33:53: Dadurch haben wir sehr viel händefrei gehabt, weil er sehr viele Stangen und Wände gab.

00:33:58: Also ich vergleichse es immer mit einem Zelt.

00:33:59: Wenn man im Zelt gar keine Stangen hat, dann muss man die Plane dauernd mit der Hand halten und mit den Füßen.

00:34:05: Dann kann man in dem Zelt nichts anderes mehr machen als das Zelt zu halten.

00:34:08: Und da müssen wir gucken ob wir Formate finden, die eben eine hinreichende Stabilität erhalten um darin eine Bewegung zu erzeugen.

00:34:18: Aber da sind wir noch am Weg!

00:34:20: Ich habe auf der Dozentur seit September eine künstlerische Mitarbeit Moritz Wehrmann In Jingle, glaube ich?

00:34:28: Ne was er ja das Intro gemacht hat.

00:34:32: Und der also quasi mit dem Podcast mehr oder weniger auch schon verbandelt ist und zum Teil... ...und mit dem bin ich hier in einem intensiven Gespräch und eben auch mit der Initiative Bauers FM sind wir im Gespräch.

00:34:44: Mit den Initiativen ist es immer so eine Sache die... Da bin ich immer sehr sensibel dass sie sollen ja frei bleiben.

00:34:52: Das ist jetzt das Wichtige, dass die Initiative frei sind aber trotzdem genug Nahrung haben um zu existieren.

00:35:00: Ja, das kann ich total verstehen, dass du da auch Rücksicht nimmst auf die Ressourcen der verschiedenen Akteure und ich finde es aber gleichzeitig spannend was du da schon für ein Netzwerk aufmachst sozusagen Die Ideen schon sprudeln in welche Richtung es so weitergehen kann Und... Was mir wichtig ist ist, dass es weitergeht Zwischen Magie und Handwerk als, ich sag mal, Marke auf eine gewisse Art und Weise auch erhalten bleibt.

00:35:31: Weil mir liegt das Format natürlich auch sehr am Herzen und ich weiß was für ne große Qualität das bisher war.

00:35:37: also ich hoffe dass es auch weiterhin hier unter diese Einzelinterviews mit Lehrenden geben wird.

00:35:43: Das hatten wir ja schonmal so auch angedacht.

00:35:46: na Simon Und das wäre fett ich total schön wenn trotzdem hier und da noch solche Ja im Team Interview stattfinden.

00:35:56: Simon, vielleicht gebe ich dir mal noch das Schlusswort.

00:36:00: Vielleicht auch so mit dem Hintergedanken gibt es noch was, was ich vergessen habe zu fragen?

00:36:05: Hast du vielleicht noch Reflexionen zum Podcast die wir noch nicht angesprochen haben?

00:36:11: und ja wie möchtest du noch enden heute?

00:36:18: Ja, vielleicht eine Sache weil wir vorhin.

00:36:21: das ist natürlich schön wenn sehr viele Menschen aus so vielen Ländern auch zuhören.

00:36:24: Zweiundsechzig Länder wüsste ich könnte gar nicht so aus dem Steghafen zweiundsechszig Länder aufzählen, zumindest habe ich das Gefühl.

00:36:30: Zehntausend Leute insgesamt haben zugehört.

00:36:33: Das ist natürlich immer ganz schön aber das ist nicht der erste.

00:36:37: also diese erfolgter großen zahl hat uns nicht angetrieben dass es an dieser Stelle glaube ich immer wichtig nochmal noch mal zu erwähnen.

00:36:45: Es gibt so ein schönes So ein schönes Kirchenlied, was mich irgendwie immer wieder umtreibt.

00:36:50: Also eben auch in der Lehre wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind da bin ich mitten unter ihnen.

00:36:55: also das stimmt ja nicht nur für den christlichen Kontext ist es ja dann Gott sondern und für das Thema zu dem man sich trifft.

00:37:02: Also man muss einen Thema gewinnt nicht relevant indem es also quasi auf großen Turnäen Stadien füllt.

00:37:08: Sondern wenn zwei oder Drei zusammenkommen und sich intensiv unterhalten und diese Gänsehaut entsteht Dann ist Relevanz Da.

00:37:14: Das reicht schon!

00:37:16: Und so war der Podcast eben auch angelegt mit dieser Idee.

00:37:19: Wenn einer zuhört und sagt, oh ja das ist aber das war aber schön dann war er schon gut!

00:37:25: Und so muss glaube ich auch Lehre gehen.

00:37:27: also dafür sind wir da.

00:37:29: Das ist eben wichtig dass der Erfolg eben ein kommunikativer inspirierender ist und nicht einer der die Massen begehrt hat.

00:37:35: Das wäre immer ein Fehler.

00:37:37: Das war mir noch wichtig zu sagen in allen Projekten eigentlich, dass man sagt, da kommen zwei Studierende und die haben jetzt schon mal einen Jahr lang was zu tun oder so.

00:37:46: Ja, so will ich da auch weiterhin dran gehen.

00:37:49: Erfolg ist wenn es Wirkung irgendwo hat und sei es nur... Dann bleibt mir natürlich an der Stelle vor allem dir zu danken dass du dich so eingesetzt hast für deine Begeisterung, auch für deine Offenheit ... da in die Kontroverse zu gehen, da habe ich natürlich auch viel gelernt.

00:38:07: Also durch deine Fragen am Anfang, wir haben es ja kurz angedeutet... ... hab' ich natürlich erst auch Einsicht gewonnen über das was ich will!

00:38:13: Das ist ja wirklich der Schöne daran.

00:38:14: also wird nicht geschnitten und du so nein aber Podcast müssen doch geschnitten werden, ich seh das anders und so und so.

00:38:21: dann habe ich überhaupt erst... Es gibt ja aus dass man sagt achso naja gut stimmt eigentlich, ich hab gar nichts gegen schneiden.. Aber so bin ich mir bewusst geworden über... Was eigentlich an dem Format dran ist und so hat es auch am Profi gewonnen.

00:38:31: Also erstmal dafür haben wir viele Gespräche geführt, wo wir glaube ich auch einander Profil für dieses Format herstellen konnten.

00:38:40: Und dann ganz toll Nathalie Rönes und Jonas Rieger die immer die Betreuung des Podcasts, die die Fotos gemacht haben, die Aufnahme nochmal sich angehört haben, noch mal das Transkription überarbeitet haben, quasi den zweiten Sinn oder dritten Sinn.

00:38:58: also in Hinsicht auf Barrierefreiheit waren ganz wertvolle Kräfte Steven Mellhorn natürlich, der super kompetent und auch sehr, wie soll ich sagen mit großem Einsatz für diesen Podcast nach wie vor immer wieder da ist.

00:39:16: Und das immer irgendwie möglich gemacht hat dass diese Aufnahme läuft.

00:39:21: Im Anfang haben wir vom E-Teach-Netzwerk Zariab Jodri die uns mit dem E-teach-Network zählt auch geholfen hat.

00:39:29: damals hatte ich die Hoffnung passiert das ja so, dass es eine Inspiration oder Infektion gibt.

00:39:39: Dass jetzt viele Podcasts entstehen und tatsächlich so einmalig kommen Leute hier und da und wollen von der Erfahrung profitieren.

00:39:46: Dann Sebastian Lederle für dieses schöne ein bisschen koboldhafte für dieses herrliche Musikstück, das ich so mag.

00:39:52: Das Wunderbaskoril.

00:39:54: Traumhaft passt total gut.

00:39:55: und Moritz Wehrmann der diesen schönen Ä- Intro zusammengeschnitten hat.

00:40:00: Fantastisch habe ich immer wieder auch Feedbacks bekommen die auf einem sehr reflektierten Niveau gesagt haben, ah diese Ä es!

00:40:07: Also das hat eine ganze Reihe von Inspiration aus gelöst.

00:40:12: Andreas Wolter, der das Artwork gemacht hat Die einen sagen, ihr zensiert wohl alles.

00:40:19: Die anderen sagen Tonbänder.

00:40:20: Also Magnet-Tonbänder, die das zusammengeschnitten sind und wo wir umgeschnitten sehen... Laura Katschab am Anfang hat bei den Transkriptionen mitgemacht.

00:40:31: Und dann gibt es sehr, sehr viele so die ohne konkrete Aufgaben also in meinem studentischen Hilfskraft oder Assistentin im Bereich, dann in eurem Bereich, die eigentlich alle immer wieder möglich gemacht haben dass das Ganze läuft und ich habe eben auch gelernt, dass er sehr aufwendig sein kann.

00:40:48: Ich denke immer wieder darüber nach und das ist vielleicht eine Botschaft die ich so mitgeben will, obwohl das jetzt sehr aufwendig geworden ist und obwohl es natürlich auch an der aufwändigen Ressourcensituation.

00:40:59: irgendwie ist es schon auch ein Punkt warum wir sagen müssen.

00:41:01: Es geht nicht mehr so, dass ich immer wieder darüber nachdenke ja dann kann man vielleicht auch drüber nachdenken wie kannst denn gehen?

00:41:15: Das Entscheidende ist, dass man nicht in die Hilflosigkeit kommt sondern wie kommt man in diese Souveränität das zu tun was einen interessiert.

00:41:22: Was man machen will dann macht man vielleicht ein Abstrich bei der Tonqualität wenn man sich das Mikrofon nicht leisten kann und so weiter.

00:41:30: Das wäre jetzt vielleicht auch so ein Schlusswort auch wenn jetzt dieser Podcast doch relativ high end geworden ist worüber ich sehr dankbar bin weil ich auch wirklich viel gelernt habe.

00:41:39: Aber ich würde doch alle ermutigen wollen, wer ein Podcast machen will.

00:41:42: Lasst euch nicht entmutigen sondern geht zur Not so auf den Modus... Ich habe einen Kassettenrekorder und ich nehme das auf.

00:41:51: Das kriege ich schon irgendwie gesendet.

00:41:53: Also sodass man einfach sagt wie geht das eigentlich?

00:41:56: Ich glaube hätte ich gewusst dass das also dass es so werden kann wie's jetzt ist mit so so so viele Personen Das hat Jean-Pierre Melville, der Regisseur, gesagt nach seinem ersten Film.

00:42:08: Hätte ich gewusst dass es unmöglich ist dann hätte ich's nicht gemacht.

00:42:15: Also nur weil ich nicht wusste was das für ein Aufwand ist so könnte man es übersetzen habe ich mich überhaupt getraut mein erster Film zu machen und so gehts.

00:42:22: Das gilt auch für mich für diesen Job.

00:42:23: Aber

00:42:24: sonst haben wir es auch nicht gemacht?

00:42:25: Richtig!

00:42:26: Genau, und ich kann da vielleicht noch hinten dranhängen.

00:42:28: Also wer von euch Lehrenden Lust hat selber mal Podcast in die Lehre einzubinden, dann kommt gerne auf das E-Teach-Netzwerk zu.

00:42:36: Ich arbeite dort ja auch,

00:42:38: d.h.,

00:42:38: das Wissen ist da!

00:42:39: Ich kann euch beraten.

00:42:40: wir haben auch Technik, die wir ausleihen können für solche Zeichen.

00:42:43: also kommt da gerne auf uns zu und wir beraten euch gerne.

00:42:48: Ja Dann war es das Lever.

00:42:49: Simon Für heute.

00:42:52: Vielen Dank für das schöne Gespräch.

00:42:56: Ja, danke dir sehr!

00:42:58: Das

00:43:02: war zwischen Magie und Handwerk ein Podcast über Lehre und Lernen an der Bauhaus-Universität Weimar.

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